Archive für den Monat: März, 2005

Ich bin müde. Aber mein Kuchen ist noch nicht fertig. EIn sogenannter „Notfallkuchen“: man ist nicht einkaufen gegangen & muß nun mit dem backen, was sich noch in den Vorräten befindet. Rührkuchen bietet sich da an – in dem Fall ein Schoko-Orangen-Kuchen mit hübscher Glasur.
Das Rezept funktioniert erstmal für eine 20er Springform, man kann es bestimmt auch für größere Formen abwandeln, nur ändern sich ab ner 24 Form nicht nur die Mengen, sondern auch die Backzeiten, so dass es ein wenig einem Vabanquespiel ähnelt.

Nach dem gleiche Rezept funktionieren auch Schokoladenkuchen, Orangen-, Zitronen-, Nußkuchen…

Schoko-Orangen-Kuchen

175g Butter
175g Zucker
3 Eier
2 TL Backpulver
175g Mehl
2EL Kakao
2EL Milch (oder Rum)
3EL Orangensaft
abgeriebene Schale einer halben Orange

für den Guß:
175g Puderzucker
2 EL Orangensaft
ein wenig geschmolzene Schokolade

Ofen auf 190° vorheizen.
Butter und Zucker schaumig rühren. Eier nach und nach dazu. Backpulver und Mehl unterrühren. Teig teilen eine Hälfte mit Orangenkram, die andere mit Kakao und Rum versetzen. Löffelweise in eine gefettete 20er Springform füllen.
Ca 25 Min backen, bis der Kuchen federn nachgibt.
Auf einem Kuchengitter komplett auskühlen lassen und dann mit dem Zuckerguß und der Schokolade verzieren.

Zuckerguß glatt rüber, Schoko in feinen Streifen und dann mit einem Fleischspieß o.ä. Müsterchen machen.

Der Tag könnte gerettet sein.

Danke Zorra! Ich hab die Fehler rausgenommen, ich muß wirklich müde gewesen sein….

Das ding ist immer wieder ein partyknaller. Schmeckt hervorragend spät in der nacht, ist besser wenn sie lange vorher gekocht wurde und macht glücklich. Solange die leute die man noch küssen muß auch davon gegessen haben.

Für einen 10 Lieter partykochtopf braucht man:

400 gr durchwachsene speckwürfel
2 große gemüsezwiebeln gewürfelt
700 gr gehacktes halb und halb

ordentlich anbraten, dann

2 große gemüsepaprika (farbe egal)

dazu, weiter anschmoren lassen. Dann

2 große tuben paprikamark (gibts in berlin erstaunlicherweise nur bei reichelt)
4 große tuben tomatenmark

dazu und mit

3 liter brühe

auffüllen. Alles zusammen vielleicht 15 minuten kochen lassen. Dann

400 gr Sauerkraut (büchse tut)
4 große eingelegte gewürzgurken (oder entsprechend mehr kleine)

dazugeben, einmal aufkochen lassen, wegstellen und später aufwärmen. Fertig

Dazu muß kurz vor dem auftischen knoblauch soße (mit o und sz!) gebastelt werden.
Ein großes glas ei mayonnaise, sahne, zitronensaft, und nach geschmack knoblauchzehen gepreßt miteinander verrühren, mit salz und pfeffer abschmecken und einen großen esslöffel davon in jeden aufgefüllten suppenteller geben beim servieren.

Dazu Fladenbrot oder frisches baguette und alle sind froh.

Ostern, wenn mich nicht alles täuscht, sollten Eier gegessen werden. Was mich vor ein Problem stellt, da mir von Kochei schlecht wird und ich auch Eier ansonsten erst dann zu schätzen weiß, wenn sie als solche nicht mehr zu erkennen sind. Dann also Crêpes….
Gemeinerweise werden es bei mir nie so viele Teilchen, wie es mir das Rezept verspricht. Ich behaupte einfach, dass das daran liegt, dass ich kein kleines Hölzchen habe, um den Teig molekular verteilen zu können.
Die angegebene Menge reicht also mit Hölzchen für 12-14 Crepes und ohne für 6-8. Idealerweise wird man die Dinger auf einer gußeisernen heißen Platte backen, die man vorher mit Butterreinfett bestrichen hat. Alternativ nimmt man eine möglichst nicht beschichtete Pfanne oder will hier jemand Diätessen herstellen?

Teig

125g Mehl
1 Prise Salz
3 Eier
125ml Milch
30g zerlassene Butter

Mehl, Eier, Salz und Butter verrühren, die Milch nach und nach zugeben bis ein glatter, eher flüssiger Teig entsteht. Evtl etwas mehr Milch nehmen. Dann den Teig mindestens eine halbe Stunde ruhen lassen, damit das Mehl ausquellen kann.
Eine kleine Kelle mit Teig möglichst dünn verteilt in die heiße, gebutterte Pfanne/Platte geben. Wenn der Teig an der Oberfläche anfängt zu stocken, wenden. Wahre Helden tun das, indem sie den Crêpe mit der Pfanne in die Luft werfen. Alle anderen benutzen einen Wender.
Entweder sofort füllen oder auf einen Teller geben, wobei dann die einzelnen Crêpes durch Backpapier voneinander getrennt werden sollten und in den Ofen zum Warmhalten geben.

Womit ihr die füllt, ist euer Problem.

Vorschläge:

– leicht karamelisierte Äpfel, mit Calvados abgelöscht und mit Sahne serviert

– heiße Kirschen

– Apfelmus

– (ganz fies) Nutella

– Spinat mit Ricotta, dann zu Röllchen formen, in Scheiben schneiden, mit einer Béchamel übergießen und mit Parmesan überbacken

– Tomatensauce, dann mit Mozzarella überbacken

– Blaubeeren mit Schmand

– Funghi trifolati (Pilze in Knoblauch und Petersilie angebraten)

….

Die Reihe ist schier endlos

Wieder was abgeguckt, diesmal von Herrn T. Zu ostern entzückt das die provinzeier daheim am niederrhein jedenfalls.
Man kann darüber streiten ob das richtig und amtlich ist, wie ich den alfredo sugo ineinanderschraube. Den essern und mir hat es immer sehr gut gefallen.

Bevor die tagliatelle in viel wallendes wasser geworfen werden, sollte der sugo schon halbwegs fertig sein, damit man nachher nicht hinterherhinkt. Flinke schrauber können das aber synchronisieren, ist nur ein wenig stressiger.

In einem mittelgroßen topf, in den nachher auch noch die fertig gekochten pasta passen, butter zerlassen und einen halben esslöffel mehl zu einer hellen mehlschwitze garen lassen und wenn’s so weit ist mit einem beherzten stich trüffelbutter und einem schuß milch einrühren. Dann mit mehr milch nach und nach auf die gewünschte zielkonsistenz bringen. Dann noch ein großzügiger schlag mascarpone einrühren und am ende den sugo mit frisch geriebenem parmesan sämigen. Gegebenenfalls noch ein wenig mehr milch dazu, weil der parmesan die konsistenz wieder etwas verfestigt. Mit salz und frisch gemahlenem schwarzen pfeffer anschmecken und kurz warm halten bis die pasta gar sind.

Die tagliatelle kurz for dem idealen garpunkt in einen durchschlag abgießen und _nicht_ mit kaltem wasser abschrecken, gründlich abtropfen und in den alfredo sugo geben und dort unterheben.

Auf die teller, fertig, glücklich!

Das geheiligte Sonntagsritual in meiner Familie ist eigentlich direkt an die Formel 1 gekoppelt – Punkt zwei Uhr gibt es den Familienkaffee, mit Kuchen. Leider ist der Zirkus noch nicht in Europa angekommen, macht aber nichts, da es zum Glück mittags eine Wiederholung des morgendlichen Rennens gibt.

Rituale sind wichtig.

Für dieses mal gab es einen Käsekuchen, den man nur als eine ganze Mahlzeit betrachten kann. Wenn man vorher noch keine Diät geplant hat, ist danach ein guter Zeitpunkt. Leider isser auch schweinelecker.

Käsekuchen mit Schmandguss

Teig: 100g Mehl
60g Butter
30g Zucker
1 Eigelb der Größe S
60g Marzipanrohmasse

Aus den Zutaten rasch einen glatten Mürbeteig herstellen und für mindestens eine halbe Stunde in Klarsichtfolie gewickelt im Kühlschrank ruhen lassen.

In der Zeit die Käsemasse herstellen:

200g Mascarpone
200g Doppelrahmfrischkäse
160g Zucker
1 EL Zitronensaft
Tropfen Vanilleessenz
4 Eier

Alles fein Glatt miteinander verrühren.

Den Teig als Boden in einer gemehlten 20cm Form verteilen. Die Seiten mit Backpapier auskleiden, so dass es über den Rand der Form reicht, da sonst der Inhalt über den Rand schwappt und den Ofen einsaut.

Den Boden ca 10Min bei 175° blindbacken, dann noch 5-10 weiterbacken. Käsefülle reingießen und ca 45Min backen. Dann … Schmandguß

200g Schmand, 3 EL Zitronensaft und Muskat

Den Schmand auf den Käsekuchen gießen. und 7 Minuten weiterbacken.

Im Ofen auskühlen lassen und mit ein paar reifen Erdbeeren am Rande verzieren.