In Hamburg habe ich bisher nur ein Dim-Sum-Restaurant gefunden. Es befindet sich am Steindamm, hat keinen besonderen Namen („China-Restaurant“)  und sieht eher etwas dubios aus. Wer gerne mal richtig fremdländisch isst, ist da an der richtigen Stelle, sehr lecker das. Und für die ganz Abenteuerlichen stehen auch Hühnerfüsse auf der Karte.
Ich habe mich jedenfalls davon inspirieren lassen und angefangen, Dim Sum zu machen. Das war gestern noch work in progress, also gibts keine genauen Mengenangaben und weitere Beiträge sollen folgen.

Man braucht:
Einen Dampfaufsatz
Wan-Tan-Blätter (Tiefkühler im Asia-Markt)
Krabben
4 Shiitake-Pilze, getrocknet
Gemüse (Karotten, Kohl, Selleriestangen oder, falls vorhanden, Soja- oder Bambussprossen etc.)
Frühlingszwiebeln
Knoblauch
Ingwer
Sojasauce
Teriyaki-Sauce (oder Sojasauce mit süßem Sherry oder Mirin gemischt)
Chilli/Sambal nach Gusto

Zuerst weicht man die Shiitake-Pilze in heißem Wasser mindestens eine halbe Stunde ein. Gemüse, Knoblauch und Ingwer schön fein hacken. Die eingeweichten Pilze ohne die Stiele auch schön klein machen. Die angegebenen Zutaten sind für eine Krabbenfüllung und eine Gemüsefüllung. Vorschlag: Pilze in beide, Grünzeug in die vegetarische.
Ich habe jetzt die Krabben mit dem Gemüse kurz angedünstet, weil sie gefroren waren und es mir einfacher erschien – anscheinend kann man die Füllung auch roh machen. Auf jeden Fall alles schön vermischen und abschmecken. Wenn man es andünstet und zuviel Wasser herauskommt, mit Stärke andicken.
Die Wan-Tan-Blätter (ca. 15 – 20) sollten aufgetaut werden. Am besten immer mit einem feuchten Tuch abdecken, sie werden schnell trocken. Jetzt die einzelnen Blätter füllen und kleine Päckchen daraus drehen (wenn man die Ränder mit Wasser befeuchtet, kleben sie gut zusammen).
Den Bambus-Aufsatz mit Backpapier auslegen und einige Male perforieren. Auf einen Topf mit kochendem Wasser setzen und ca. 10 Minuten dämpfen. Mit Sojasauce servieren.

Nächste Ausgabe: gedämpfte Hefeklösse.

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