Ich gestehe. Ich gestehe, dass ich gerne Eintopf esse, besonders wenn so etwas wie Winter ist.
Siebeck ist ein großer Gegner des Eintopfs, das hat er in einer Cicero-Ausgabe deutlich gemacht. Ich konnte zwar nicht vollinhaltlich folgen, weshalb ausgerechnet Eintopf, der ja nun ein klassisch bäuerliches Gericht ist, von Blut-und Boden Ideologie durchtränkt sein soll… aber ich finde eh immer häufiger, dass mir Siebeck ein wenig auf die Nerven geht. Er hat gar nicht soo selten prinzipiell recht mit dem, was er anprangert. Aber sein Tonfall

*schauder*

Und die Zeiten haben sich geändert, vieles, was in den 70ern vielleicht mal neu gewesen ist, ist heute Standard in den Küchen Deutschlands. Und nur weil er ein frühkindliches Trauma zu bestimmten Nahrungszubereitungsarten hat, müssen die nicht gleich Nazi sein.

So, und nu was handfestes, das reicht für zwei hungrige Menschen:

Gemüseeintopf

Butter
1 kleine Zwiebel in Würfelchen
1/2 Kohlrabi geschält und gewürfelt
2 Mohrrüben gewürfelt
1 Petersilienwurzel in Scheibchen
3 mittlere Kartoffeln geschält und in Scheiben
1 Tasse Erbsen, frisch oder TK
600ml Gemüsebrühe
1 TL Thymian
2 TL Estragon
2 EL Crème Double
60g geriebenen Schafskäse (Hartkäse, nicht son weißes, weiches Zeug)
Salz und Pfeffer
wer mag: Hefeflocken

Die Zwiebel in der Butter glasig dünsten. Das Gemüse dazu, kurz mitdünsten, dann die Brühe und die Kräuter dazugeben, aufkochen und für ca. 15 Minuten köcheln lassen.
Je nach Geschmack vollständig oder teilweise pürieren. Sahne und Käse dazu, abschmecken.

In Schalen füllen und mit ein wenig Hefeflocken bestreuen.

Winter genießen mit seinen Freuden.

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