Nachdem die Kochschlampe mich ja nun ständig verwöhnt ist es nun auch mal an der Zeit, sich mit wat Heißem an den Küchenorgien zu beteiligen. Zur mentalen Auswahl standen Sättigungsbeilage, Sättigungsbeilage und Sättigungsbeilage. Das ist etwa so wie die Lehrzeit eines Sushi-Kochs: Erst mal 3 Jahre lang Küchengeräte schrubben, um dann endlich an den Kochtopf zu dürfen! Für den Reis. Und dann weiter mit Reis. und dann noch:

Reis.

Reis.

Reis.

Nach etwas 7 Jahren darf er dann auch mal an nen Fisch…

Da ich außerdem von anderer Stelle ermahnt wurde, nicht rennen zu wollen bevor ich laufen könne (es ging dabei um eine fett/mager Abgießsauciere) beschränke ich mich also für mein Erstposting auf ein bewährtes Rezept, das STRIKT nach Anweisung des freundlichen Mannes in dem kleinen Laden umgesetzt wird.

Und es gibt mir die Gelegenheit, meine nerdischen Gene voll auszuleben.

Rezept für: Grünen Tee

1. Ordentlichen grünen Tee nehmen, hier ein zu herzigen Blüten gebundener „Huang Shan Lü Mau Dan Cha“. Mal ehrlich, das läuft doch hier schon über die Zunge, oder?

2. 2 TL oder 2 Blüten auf etwa 200ml

3. Erster Aufguss: 70 Grad, 30 Sekunden
4. Zweiter und dritter Aufguss: 70 Grad, 5 Sekunden
5. Vierter und fünfter Aufguss: 80 Grad, 15 Sekunden

Und wenn man auf diese Art etwa einen Liter Tee aus zwei Teelöffeln hergestellt hat, relativiert sich auch der tatsächlich und wirklich vollständig absurde Preis, den der nette Mann im Teeladen dafür aufruft.

Wer bis hierhin durchgehalten hat, dem mag sich eine Frage stellen: Woher weiss man denn so genau, dass das Wasser genau 70 oder 80 Grad heiß ist?

Und hier kommt die Nerdlösung:


Und eh einer doof fragt: Das sind die 66 Grad, nachdem die 70 bereits benutzt waren und der Wasserrest weiter abkühlte. So.
<!– –>

Advertisements