Ich habe ja festgestellt, dass meine hingeklierten Rezepte für den einen oder anderen Anfänger in der Backkunst nicht ausreichend sind. (Warum nur, die sind doch immer soooo klar!)

Also, hier ein paar Basics für den Back-Novizen:

1) Nachprüfen, ob der Backofen die Temperaturen auch tatsächlich so einstellt, wie es geschrieben steht. Dazu nimmt man am besten ein Backofenthermometer.
Für den Gasherd würde ich auf jeden Fall eines empfehlen, da Umrechentabellen nie sehr genau sind/sein können.

2) Rezept durchgehen: sind auch wirklich, wirklich alle Zutaten da? Auch Backformen, Bleche, weitere Küchenhelfer?

3) Schonmal die entsprechende Form raussuchen und nachschauen, ob sie auch sauber ist. Nichts ist ärgerlicher, als wenn man den Teig fertig hat und dann erst noch anfangen muß, die Pizzareste vom letzten Mal runterzukratzen oder den Rost zu entfernen. Wenn man schon dabei ist: gleich entsprechend einfetten/mit Backpapier auskleiden.

4) Das Rezept genau durchlesen, welche Arbeitsschritte können eventuell parallel, bzw. am Tag vorher ausgeführt werden? Stichwort: Zeitoptimierung.

5) Für Mürbeteig sollte die Butter immer ganz kühl sein. Möglichst rasch einen Teig zusammenkneten und dann in Klarsichtfolie wickeln und mindestens eine halbe Stunde in den Kühlschrank geben.

(Ich werde nie die Formulierung vergessen: einen perfekten Mürbeteig schafft man am besten an einem kühlen Sommertag, wenn man auf einer Marmorplatte arbeitet)

6) Hefeteige immer an einem warmen, zugfreien Ort gehen lassen, sonst fällt er zusammen oder geht gar nicht erst auf.

7) Rührteige immer möglichst mit gleichwarmen, idealerweise zimmerwarmen Zutaten anrühren. Dadurch, dass das Backtriebmittel verloren geht, wenn der Teig nach dem Anrühren zu lange rumsteht: immer rasch in die Form füllen und gleich backen.

8) Muffinteig immer eher unter-, als übermischen. Klümpchen sind ok. Bei der Garprobe darf noch ein wenig Teig am Stäbchen hängenbleiben. Er soll zwar nicht quietschnass sein, aber ein wenig ist ok. Dann ist das Muffin saftiger.

9) Bei Keksen die Zeiten sehr genau einhalten – hier können schon 1-2 Minuten darüber entscheiden, ob der Keks lecker oder zu trocken, bzw. verbrannt ist. Cookies schon dann herausholen, wenn sie oben noch blond sind und unten ein leichter brauner Rand sich zu bilden beginnt. Achtung – sie sind dann noch ziemlich weich.

10) Welche Backformen man wirklich braucht, wird man mit der Zeit selber feststellen. Als Idee würde ich vorschlagen: eine Kastenform, 35cm Länge. 2 Springformen 20er und 26er, eine 12er Muffinform und ein ordinäres Backblech. Antihaftbeschichtung ist nicht falsch. Ich mag Metallformen lieber, andere arbeiten gern mit Silikon, aber ich finde das unpraktisch. Das wabbelt so rum. Tartenformen aus Porzellan sehen schicker aus, als solche aus Metall, aber die Wärmeleitfähigkeit ist schlechter.

So, ich habe bestimmt mindestens die Hälfte vergessen, aber das soll’s für heute gewesen sein.

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