Treue leserinner und leser die seinerzeit mein leid teilten als ich von tapas in helsinki berichtete werden sich erinnern: Der finne hat tapas nicht begriffen. Der katalone schon.

Zum kickoff der neuen kochschlampenrubrik ‚fremdgehen‘ berichte ich aus der schönen stadt Barcelona.

Wie findet man ordentliche tapas hier? Ganz einfach: Man geht einfach absolut irgendwo rein wo möglichst viel einheimische sitzen, die beleuchtung schlecht ist und der koch eine kippe im mundwinkel hat. Random choice of der karte funktioniert prima, educated guessing noch mehr, kenntnisreiche order sowieso. Dazu eine flasche tinto de la casa und man ist bestens versorgt. Nur lokalitäten die in touristenpfuhlen liegen sollte man meiden. Leicht erkennbar an den deutsch/englisch/japanischen speisekarten kann und sollte man einen riesigen bogen um solche läden machen. Die servieren dreck und nehmen unverschämt viel geld dafür.

Mittagessen sah dann heute auch einfach so aus: Raus aus dem konferenzgebäude, 15 minuten random walk in die stadt rein, die nächste bar angesteuert, dem barman beim serranosäbeln zuschauen und einfach einen teller patatas bravas und einen pulpo al la gallega bestellen. Beides war vorzüglich.

Patatas bravas sind letztendlich nichts anderes als handgeschnitzte kartoffelecken die wie pommes frittiert werden und mit einer pikanten sauce oder aioli serviret werden.

Pulpo a la gallega ist ein hozteller mit dicken in olivenöl gegarten krakenarmscheiben und gedünsteten kartoffeln. Unglaublich köstlich.

So sah der winkel von aussen aus:

Hier ist nicht Helsniki.

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