Lustig sind immer wieder amerikanische touristen in spanien, die von ihrer antrainierten gewohnheit nicht lassen können, spanisch sprechendes restaurant- und hotelpersonal herablassen zu massregeln. Sind diese doch, nachdem was ihnen ihre kinderstube gelehrt hat, ungebildetetes, niederes einwanderergeschlünz, das nur dronenhaft ausführt, was man ihnen nachdrücklich aufträgt. Und das nicht einmal zuverlässig.
Der spanische spanier hingegen ist mitnichten einwanderer in spanien. Nicht in dem sinne jedenfalls. Da zieht ein dienstleistungsgespräch zwischen amerikanischem gast und spanischem hotelrezeptionisten schnell kreise, dem US amerikaner unbehaglich sind. Geschult, greift er also auf seine gewohnte überlegenheit zurück: I want to talk to you manager! Herrlich mitanzusehen ist jetzt, wie mit einer gesunden, selbstbewussten arroganz der spanier diese attitüde an sich abperlen lässt: You are talking to him already, how can i help you? Grosses kino!

Apropos kino: mittagessen geht hier in madrid ja nicht unter zwei stunden und drei gängen ab. Ausserdem hat es gefälligst spät stattzufinden (zwischen halb zwei und halb vier) und ist ohne eine halbgrosse flasche wein sowieso keine mahlzeit.

fischsuppe (aber richtig):

pulpo a la gallega (madrid remix):

flan caramel (einfach und solide) plus cafe solo

siesta (aber sowas von richtig)

Das war gut!

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