Gestern mittag war ich mal wieder zur arbeit in Madrid. Nettes städtchen. Beim mittagessen hing – wie dort üblich – der himmel voller schinken, und mein kollege sagte, die gibt’s im kaufhaus günstiger, also flugs vor dem heimflug einen jamon iberico de bellota beim corte inglés geschossen.

‚Iberico de Bellota‘ heissen die iberico-schinken, die von freilaufenden iberico-schwarzfussschweinen sind, die sich ihr leben lang nur von eicheln ernähren. Es gibt noch zwei weitere qualitätsstufen, ‚recebo‘ und ‚pienso‘, die zwar der selben schweinesorte entstammen, aber nur zum teil bzw. gar nicht mit steineichen-eicheln gemässtet wurden.

Serrano schinken ist übrigens minderwertige ware von normalo-schweinen für den export.

Auf dem bild sieht man das gute stück im entprechenden schinkenhalter in berlin – es ist auch strenggenommen kein jamon (hinterschinken) sondern ein nur eine halb so grosse pelata (vorderschinken) keule, die geschmacklich das selbe liefert, aber deutlich weniger fleisch hat – und damit erschwinglicher und transportabeler ist.

Mit etwas glück reicht das gute stück bis zum salon und kann da vor den augen kreischender vegetarierinnen das fleisch vom knochen gescharbt bekommen. Und was ein salon ist, liebe kinder, erzählen wir euch ein anderes mal.

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