Pfirsichmarmelade, so wird mir gern von Herrn E versichert, sei doch eine der schmackhaftesten eine. Also habe ich mich auch diese Jahr wieder daran gewagt. Mir ist die Pfirsichmarmelade das eine oder andere mal nicht so fest geworden, wie ich mir das gewünscht hätte. Nun habe ich in einem ziemlich theorielastigen Einkochbuch rumgelesen und vermute mal folgende Ursachen:

– zu hoher pH-Wert (also Saft einer Zitrone oder so dazu geben)
– nicht lange genug gekocht (Kochzeit gildet erst ab wirklich sprudelnd kochen, nicht schon beim ersten Blub)
– Obst nicht im Gelierzucker ziehen gelassen (damit sich der Gelierzucker bei stückiger Marmelade gut verteilt, sollte das Obst 2-3 Stunden darin vor sich hinsuppen)

Ich kann dieses Buch nur für alle empfehlen, die immer schon einmal wissen wollten, wie das mit Marmelade und Konfitüre wirklich funktioniert. MIt Erklärung der Bedeutung der Trockensubstanz und wie man sie messen kann. Soo genau wollte ich dann doch nicht in meiner Küche wissen, ob ich auf dem richtigen Weg bin. Zu Labor-artig. Aber trotzdem. Hilft.

Pfirsich-Vanille-Marmelade

Pfirsichmarmelade - Kochen für Schlampen

1 kg Pfirsich, entkernt gewogen
1 Vanilleschote
1/2kg 2:1 Einkochzucker
Saft einer Zitrone

Pfirsiche nach Vorliebe schälen oder nicht. Ich entscheide mich für oder nicht. In kleine Stücken schneiden und 1 kilo abwiegen. Mit dem Zucker und dem ausgekratzen Mark der Vanille mischen. Die Vanilleschote auch dazugeben. So 2-3 Stunden ruhen lassen.
Mit dem Zitronensaft zum Kochen bringen und ca. 5 Min. SPRUDELND kochen. Gelierprobe machen. Bei Gelingen: Vanilleschote rausfischen, dabei nicht die Finger verbrennen, abfüllen in Twist-Off-Gläser, die 10 Minuten auf dem Kopf stehen, bevor man sie umdreht.
Bei nicht gelingen der Gelierprobe: so lange weiterkochen, bis sie gelingt.

Schmeckt gut zu Scones.

Und überhaupt.

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