Herr E wünscht sich immer eine Schwarzwälder Kirschtorte zum Geburtstag. Jedes Jahr, ohne Variation. Am besten auch immer mit demselben Rezept hergestellt. Das ist so eine der wenigen Torten geworden, deren Dekoration ich inzwischen aus dem Effeff beherrsche. Dieses Jahr allerdings ging die Ehre der Herstellung an Herrn E junior, der die Torte auch sehr ordentlich hergestellt hat. Deswegen ärgert es mich auch, dass ich davon kein ordentliches Bild hergestellt habe. Nächstes Jahr.

Allerdings hat das bedeutet, dass ich dieses Mal mir eine andere Torte aussuchen musste. Zwei Schwarzwälder braucht es nun wirklich nicht. Vor ein, zwei Jahren hatte ich bereits einmal einen Lemoncurd Layer Cake hergestellt. Und danach nie wieder, obwohl das eine wunderbare Torte ist. Außerdem liebe ich Lemoncurd. Leider habe ich nur die Bastelanleitung ein wenig missachtet.

Ach was, zwei Formen! Das geht schon in einer, dann muss man den Boden halt einmal mehr teilen, das geht schon.

Nein. Nicht ganz so einfach. Ergo habe ich am nächsten Tag noch einen Boden hergestellt. Aber sah auch so hübsch aus. Mit 3, statt mit 4 Schichten, dafür waren sie ein wenig dicker geraten.
Lemoncurd Layer Cake

Lemon Curd Layer Cake

Teig:

  • Zesten einer Zitrone
  • 1 EL Zitronensaft
  • 175g Mehl
  • 1 1/2 TL Backpulver
  • 175g weiche Butter
  • 175g feinen Rohrzucker
  • 3 Eier –  am besten Größe L

2 20er Springformen fetten und den Boden mit Backpapier auslegen. Den Ofen auf 170° vorheizen.

Alle Teigzutaten mit einem Handrührgerät solange miteinander mischen, bis ein glatter, eher cremiger Teig entstanden ist. Den Teig gleichmäßig auf die beiden Formen verteilen und für ca. 35 Minuten im Ofen verschwinden lassen. Sieht vor dem Ofen so aus:
Sponge Cake

Währenddessen das Lemoncurd herstellen.Hält sich dann im Glas im Kühlschrank theoretisch zwei Wochen. Praktisch wird dieses sofort im Kuchen verbaut und hält auch sonst nie solange, weil vorher aufgegessen.

Lemon Curd

Assembeln: Jeden Teigboden nach dem abkühlen in der Mitte mit einem Faden teilen. Dann jeweils Boden und Lemoncurd abwechselnd schichten. Mit einem Teigdeckel abschließen, denn jetzt kommt noch die Deko.

  •  Zeste einer großen Zitrone
  • 50g Puderzucker, gesiebt
  • 2-3 EL Zitronensaft

Aus Puderzucker und Zitronensaft einen eher dicken Guss herstellen. Gleichmäßig auf dem Kuchen verteilen, aber nur auf dem obersten Deckel. Dekorativ mit den Zesten behängen. Ergebnis: s.o.

Es gab noch mehr Kuchen. So viel, dass das selbst insgesamt ca. 18 Menschen nicht aufgegessen bekommen haben.

Die Kleine Prinzessin hat einen Chocolate Banana Cake hergestellt – der Teig ist mit Banane/Schokolade marmoriert und der Guss besteht aus Bitterschokolade und Saurer Sahne. Es herrschte Einigkeit, dass der Guss das nächste Mal etwas weniger dominant sein sollte, dünner, eine Ganache oder so. Der Kuchen wurde sehr gelobt, ich kann dazu nicht viel sagen, da ich Banane wirklich nicht sehr schätze. Ehrlich. Und entsprechend habe ich um diesen Kuchen einen größeren Bogen gemacht.

Banana Chocolate Cake

Noch ein weiterer Kuchen kam an. Freihand, ohne Rezept erstellt und um so schöner und besser gelungen:

Freihandtorte

Im Anschnitt kann man übrigens doch noch ein wenig die Schwarzwälder des jungen Herrn E bewundern. Die Mascarpone-Himbeer-Orangentorte wurde von der Schönen Häuslebauerin erstellt. Biskuitböden mit flüssiger Bitterschokolade bepinselt, damit nichts durchsuppt, mit einer mit Orangenschale aromatisierten Mascarpone-Sahne-Creme und Himbeeren gefüllt. Optisch und geschmacklich sehr gelungen. Wahrscheinlich aber nicht genauso reproduzierbar, da die Mengen nicht festgehalten wurden.

Eine Woche später hatte Herr E es dann geschafft, die Resttorte auszuessen.

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