Rosmarin ist kein Gewürz, das ich normalerweise mit einem süßen Kuchen assoziieren würde. Andererseits wollte ich mal wieder einen Kastenkuchen machen, da ich der Meinung bin, dass die zu Unrecht in Vergessenheit geraten sind. Vielleicht sind sie ja auch nur bei mir und meiner Umgebung aus der Mode und der Rest der Nation bäckt immer noch fleißig Kastenkuchen? Ich kann gar nicht genau sagen, wann es die nicht mehr gab. Eines Tages waren sie nicht mehr auf den Kaffeetalfeln zu finden, zu einfach, nicht modisch genug, von den Fertigbackmischungen ins Aus getrieben. Ich hatte für einen erneuten Erstkontakt eigentlich in Richtung Mandeln gedacht, aber als ich bei der Haushaltsgöttin über den Rosmarinkuchen gestolpert bin, musste ich ihn einfach ausprobieren.

Rosmarinkuchen

Was mir sehr sympathisch ist, ist dass man bei diesem Kuchen nicht mit einer Glasuer rumschweinen muss. Einfach vor dem Backen Zucker auf den Teig und Frieden ist.

Rosmarinkuchen

  • 250g weiche Butter
  • 200g feinen Rohrohrzucker
  • 3 Eier, möglichst in L
  • 300g Mehl
  • 2 TL Backpulver
  • 1 Tüte Vanillezucker/ 1 TL Vanilleextrakt
  • 2 TL gehackte frische Rosmarinnadeln
  • 4 EL Milch
  • 1-2 EL goldenen Zucker

Ofen auf 170° vorheizen. Kastenform fetten und mehlen. Butter und Zucker cremig schlagen. Eier nach und nach dazugeben, gefolgt von dem Vanillezucker, dann Mehl und Backpulver untermischen, zum Schluss dann den Rosmarin. Den Teig mit Milch dann soweit verdünnen, dass er schwer reißend vom Löffel gleitet und ihn direkt in die Form füllen und mit Zucker bestreuen. 1h soll der Kuchen etwa im Ofen bleiben, nach ca. 50 Minuten spätestens die erste Nadelprobe machen. In der Form auskühlen lassen, dann stürzen und essen.

Hält sich hervorragend einige Tage, wenn man ihn in einer Blechschachtel verpackt.

Ansicht:

Rosmarin Ansicht

Wurde als fremd, aber gut begeistert aufgenommen. Oh – und ich würde empfehlen, die Sahne dazu mit ein wenig Mandelsirup zu aromatisieren, dieses leicht marzipanige Element kommt wirklich gut dazu.

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