Vom Samstagsbrunch stand (und steht) noch Eierlikör in meinem Schränkchen. Eierlikör pur ist nicht so ganz meins – es stellte sich also die Frage: was tun damit, verkommen soll er ja auch nicht. Mitbewohnerette #11 empfahl einen Eierlikörkuchen, kam aber vor dem Abflug nach Sizilien leider nicht mehr dazu, mir ein Rezept durchzudiktieren. Aber ich habe ein kleines Backbuch für kleine Kuchen. Und die dauergeliehene 6-Cup-Gugelhupfform von ATB. Frisch ans Werk – zu meinem Erstaunen ist der Kuchen sehr gut aus der Form herausgekommen – sie ist relativ stark geriffelt und ich hatte befürchtet, dass die Hälfte des Kuchens in der Form bleiben würde. Der Kuchen war ein … mittlerer Erfolg. Ich hätte ihn in ein wenig süßer lieber gemocht. Von dem Eierlikör schmeckt man (zum Glück?) fast nichts. Eventuell habe ich den Kuchen einen Tick zu lange im Ofen gelassen – er würde es vertragen ein wenig klitscher zu sein.

Eierlikörkuchen

Für eine 18er Kranz- oder 1,4l-Gugelhupfform (Dashboard ist Dein Freund beim umrechnen!)

  • 100g Butter
  • 75g Zucker (könnt mehr sein)
  • 1 Prise Salz
  • 3 Eier (getrennt)
  • 100ml Eierlikör
  • 200g Mehl
  • 1/2 TL Backpulver
  • 50g Puderzucker
  • 1 1/2 EL Eierlikör
  • Zeste einer Orange

Den Ofen auf 180° vorheizen und die Form gut fetten und mehlen. Butter, Zucker und Salz schaumig rühren. Die Eigelb dazugeben, danach den Eierlikör. Mehl und Backpulver mischen und zu dem Teig geben. Die Eiweiß sehr steif schlagen und unter den Teig heben. Etwa 50 Minuten backen – eine Stäbchenprobe das erste Mal nach 40 Minuten machen. Kurz in der Form kühlen lassen und dann auf ein Gitter stürzen, um ihn vollends auskühlen zu lassen. Aber noch warm den Guss auf den Kuchen geben, dazu Puderzucker und Likör verrühren und mit einem Pinsel (oder ähnlichem) auf dem Kuchen verteilen. Mit der Zeste dekorieren.

Fertig.

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