Ich habe ein wenig die Tendenz, meinen Kühlschrank voll zustopfen. Entsprechend kommt es vor, dass irgendwann von allem nur noch ein bisschen übrig ist. Ein Halbes hiervon, ein Drittel davon, von jenem nur noch eines. Die klassische Lösung für ein solches Mischmasch ist eine Suppe – in meiner Familie gab es eine zeitlang die Tradition der montäglichen Minestrone – oder eben ein schnelles Curry. Ich würde nie losgehen und sorgfältig alle Einzelzutaten einkaufen gehen, aber mal schnell aus den Resten was verwertbares herstellen: immer wieder gern. Und weil ich eine faule Socke bin, stelle ich natürlich immer noch kein eigenes Currygemisch her, sondern nutze die fertige Paste des Thaimannes. Ein kurzer Blick in den Kühlschrank und das Gefrierfach und es gab folgende Zutaten für das rote Thai-Curry (reicht für etwa 2 Personen):

  • 125g Tofu, gewürfelt
  • 1/2 Paprika, feine Streifen
  • 1/3 Zucchini, Stifte
  • 1 Möhre, Stifte
  • 1 Handvoll Zuckerschoten (frisch oder TK)
  • 2-3 Limettenblätter

zusätzlich

  • ein wenig neutrales Öl
  • 1 Knolauchzehe, Scheiben
  • 1 Haselnussgroßes Stück Ingwer, feine Würfel
  • 1 gehäufter EL rote Currypaste
  • 1 Handvoll Maiskörner (TK)
  • 1 Glas mit Kokosmilch/Wasser-Gemisch (je ca. 125 ml)
  • 1 EL frisch gehackten Koriander

Selbstverständlich sind die Mengenangaben und die Zusammensetzung allein von der persönlichen Vorliebe und dem Inhalt des Kühlschranks abhängig. Das hier ist das Ergebnis einer Momentaufnahme meines Vorrats.

Ich mag dazu Reis. Den setze ich etwa zeitgleich mit dem Curry an – die Garzeiten sind ähnlich.

In einem Wok oder einer großen Pfanne Knoblauch und Ingwer golden rösten. Tofu und Currypaste dazu, gut rühren und anbraten. Nach und nach kommen die restlichen Zutaten dazu. Erst die Möhren und Limettenblätter, dann Zucchini, Mais, Paprika und zu guter Letzt die Zuckerschoten. Alles mit dem Kokosmilch/Wassergemisch ablöschen, aufkochen und 3-4 Minuten leise blubbern lassen.

Als letztes den Koriander dazugeben, evtl. separat in einem Schälchen reichen, wenn unklar ist, ob alle Beteiligten das grüne Kraut mögen. Limettenblätter vor dem Servieren rausfischen. Der Reis sollte jetzt auch gar sein und vereinigt sich auf dem Teller mit dem Curry:

Essen & glücklich sein. Und unglaublich tugendhaft, weil man alle Reste aufgebraucht hat, die sich so angesammelt haben.

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