Eigentlich war der Kuchen für einen Familienkaffee am Gründonnerstag geplant. Aber. Aber dann hatte ich die Zeiten nicht richtig im Kopf und meine Tante samt Familie kam erst um halb 5 überhaupt am Bahnhof an, sprich bis sie ihren Kram abgeladen und bei meinen Eltern aufgekreuzt wären, wäre es mindestens halb sechs. Ein wenig spät für Kaffee und Kuchen, zumal in meiner Familie, die dazu tendiert, den sonntäglichen Kaffee eher auf 14h zu legen. Abgesehen davon war ich für den Abend auch zum 3-Euro-Kochen beim dontblog (Vinaigrette von Shrips hier, Bericht in Gänze hier) verabredet und konnte nicht noch Stunden dort verbringen. Nur damit mich ATB dann am Mittwochabend noch anruft, dass ich mir die Zeiten doch nicht so ganz falsch gemerkt habe und dass es um halb Fünf Kaffee geben kann. Gleichzeitig gab es das Signal von dontblog, dass es mit dem Kochen erst ab acht losgeht, weil 2 der Teilnehmer nicht früher konnten. Na denn jeht doch allet. Frisch an den Kuchen gewagt und kurz verdutzt über die Angabe, dass es ein 20*30 cm Backblech sein soll. Nie das Maß gehört. In solchen Fällen hole ich mein Maßband aus der Nähschublade – da komm ich einfacher ran als an meinen Werkzeugkasten – und mein Blech nachgemessen: 21*32 cm. Das sollte genau genug sein und bring mich auf die Idee, dass Essen & Trinken nur die Maße des Standardbackblechs spezifiziert hat. Danke. Der Kuchen ist trotzdem was geworden:

schokolade_apfel

Schokoladen-Apfel-Kuchen

1 Blech, Standard

  • 2 Äpfel, Boskoop, geschält und in Würfeln (ca. 400 g, bei mir war es ein wenig mehr)
  • 1-2 El Limetten- oder Zitronensaft
  • 150 g Mehl
  • 150 g gemahlene, ungeschälte Mandeln
  • 3 TL Backpulver
  • 2 TL Zimt
  • 6 TL Kakao
  • 300 g Butter, weich
  • 350 g Zucker
  • 3 Eier (M)
  • 100 g Zartbitterschokolade

Apfelstücke mit dem Zitronensaft mischen, Beiseite stellen. Ofen auf 180° vorheizen. Blech fetten und mehlen.

Mehl, Mandeln, Backpulver, Kakao und Zimt mischen. Butter und Zucker schaumig rühren, Eier nach und nach dazugeben, insgesamt mindestens 5 Minuten, besser länger, rühren. Mehlmischung unterrühren. Äpfel dazugeben. Auf dem Blech verteilen. Das sieht aus, als wäre es zu wenig Teig, für so ein Blech. Der Eindruck täuscht. Das geht alles super auf und wird genau richtig. Etwa 30 Minuten backen.

Nach dem Auskühlen die Schokolade im Wasserbad verflüssigen und mit Hilfe eines Löffels Muster auf dem Kuchen machen. Wer Angst hat, dass das zu ungleichmäßig wird, der nimmt eine Tülle und zieht feine, gleichmäßige Streifen. Ich mag lieber unregelmäßige. Fest werden lassen und mit Sahne oder Eis oder einfach so essen.

Sehr lecker, hat nur den Transport eher mäßig überstanden: der Kuchen tendiert dazu, an den Apfelstücken auseinander zu brechen.

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