Seit einiger Zeit schon hatte ich mir vorgenommen,  mal ein Chutney herzustellen. Eigentlich war die Idee, mit einem Mungochutney anzufangen, aber die Mangos habe ich immer lieber so, wie sie sind oder maximal in mein Frühstücksmüsli geschnitten gegessen. Es muss gerade Mangozeit irgendwo sein: sie schmecken wunderbar und vollaromatisch. Und man bekommt sie hinterhergeworfen.

Das Rezept für das Rhabarberchutney hat sich irgendwann in meinem schwarzen Rezeptbuch eingefunden (Ursprung verschollen) und wurde von mir ein wenig adaptiert. Rosa Pfeffer statt eingelegtem grünen usw. Ich bin nicht ganz sicher, wie lange sich das Chutney hält, aber ich rate in jedem Falle dazu, spätestens nach Anbruch des Glases das Chutney im Kühlschrank aufzubewahren. Und eines ist sicher: mit scharfem, alten Cheddar harmoniert das Chutney sehr schön.

rhabarberchutney

Rhabarberchutney

1 Glas

  • 250 g Rhabarber, geputzt und in Stücken
  • 10 g Ingwer, geschält und fein gewürfelt
  • 50 g Zucker
  • 2-3 EL fruchtig-aromatischen Essig
  • 40 ml Wasser
  • 2 TL rosa Pfefferkörner, leicht angemörsert

Zucker hellbraun karamellisieren. Rhabarber und Ingwer dazugeben, kurz rühren. Restliche Zutaten dazu geben und so lange kochen, bis nahezu alle Flüssigkeit verdunstet ist.

In ein Twist Off-Glas füllen, schließen und mindestens eine Woche stehen lassen, bevor man damit schöne Dinge anstellt. Nach meiner Erfahrung passt das Chutney wunderbar zu kräftigem Cheddar oder auch mildem Ziegenkäse. Andere Menschen finden, dass man damit gegrilltes Fleisch hervorragend aufwerten kann.

Das Chutney ist angenehm würzig und trotzdem noch fruchtig, mit ein ganz wenig Schärfe von Ingwer und rosa Pfeffer.

Oh – das Brot dazu kam übrigens von meinem Lieblingsbäcker. Ich war immer der festen Überzeugung, dass die ‚Prignitzer Landbäcker‘ heißen, weil das auf die Tafeln des Marktstandes aufgemalt ist, aber neulich hingen noch Wimpel am Stand und da stand geschrieben ‚Bäckerei Höfler‚. Die machen sehr schönes Brot, das meiste eher ein wenig deftig. Zum Beispiel das Prignitzer Landbrot ist ein großartiges Roggenmischbrot mit scharfer Kruste. Aber auch das Dinkel-Honig-Brot (mit ein paar Sonnenblumenkernen) ist wunderbar. In Berlin allerdings bisher nur auf dem Markt am Maybachufer (Dienstags und Freitags) zu bekommen. Es lohnt sich, mal vorbeizugehen.

Advertisements