Weihnachten, genauer Heiligabend ist eine der Hochburgen des Kartoffelsalates. Auch zu meinen kindlichen Erinnerungen gehört Heiligabend mit Kartoffelsalat und Sojawürstchen. In weniger durchvegetarisierten Familien sind es wahrscheinlich normale Wienerle, aber zu der Zeit war noch der gesamte Haushalt fleischlos. Später haben wir dann angefangen an Heiligabend gemeinsam mehrgängige Menüs zu kochen. ATB meint, dass es damit anfing, dass wir eines der Brigitteweihnachtsmenüs vollständig nachgekocht haben, aber ich kann mich nicht mehr ganz sicher erinnern. Lange Rede, kurzer Sinn: dadurch, dass wir an Heiligabend groß gemeinsam kochen, ich aber an Traditionen hänge, wurde der Kartoffelsalat bei mir auf den ersten Feiertag verdrängt, wo er eine angenehme Pause zwischen Heiligabend mit der Familie und dem meist größeren Essen mit Freunden am zweiten Feiertag bietet.
Wobei ich bei der Wahl des Kartoffelsalates nicht an ein bestimmtes Rezept gebunden bin und gern jedes Jahr einen neuen ausprobiere. Dieses Jahr hat es mir ein Rezept aus einer alten Viva! angetan. Kartoffelsalat mit Linsen und Äpfeln. Natürlich in einer Abwandlung, nicht zuletzt deswegen, weil ich das Rezept mal wieder nur überflogen hatte und entsprechend an das angepasst habe, was sich gerade in meiner Küche befand. Lecker und nachahmenswert!

Kartoffelsalat mit Linsen

für 2-3

  • 100 g Belugalinsen
  • 600 g kleine Kartoffeln
  • 2 El Rapsöl
  • 4 El Apfelbalsamico
  • 200 ml Gemüsebrühe
  • 1 Bund Frühlingszwiebeln, in Ringen
  • 1 großer Apfel, ungeschält in Scheibchen
  • 1 El Limettensaft (für die Apfelscheibchen)
  • Salz
  • Pfeffer
Die Linsen in ca. 25 Minuten gar kochen. Kartoffeln gar kochen, abschrecken, warm pellen und kalt in Scheiben schneiden.  Für das Dressing Öl, Essig und Brühe gemeinsam aufkochen und gemeinsam mit den Frühlingszwiebeln zu Linsen und Kartoffeln geben. Mindestens 30 Minuten ziehen lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Äpfelchen kurz vor dem Servieren dazu geben. Dazu könnte ich mir auch noch Zitronenthymian gut vorstellen. Beim nächsten Mal.
Glücklich und zufrieden den ersten Feiertag (oder Heiligabend. Oder das Picknick) genießen.
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