Auch wenn ich vergangenen Sonnabend schon leicht angeschlagen war – es sollte der einzige Tag des Wochenendes mit halbwegs annehmbaren Wetter sein. Da wollte ich was nettes, nicht anstrengendes machen. Gesagt, angerufen: die Kleine Prinzessin hatte auch noch keine fertigen Pläne und so konnte ich meinen Wunsch durchsetzen: einen Strawberry Cream Tea Cake backen und dann mit schönem Tee auf der Terrasse verzehren und dabei entspannt zusehen, wie die Katze versucht, kleine Insekten zu jagen (wenn die Insekten zu groß sind, i.e. große Schmetterlinge, dann hat sie eher Angst davor). ATB wude auch befragt, aber die wollte lieber Schiffchen fahren gehen und eventuell auf dem Rückweg noch dazu kommen – aber hat das aus Bequemlichkeitsgründen nicht getan. Und sich ein wenig geärgert, dass sie die Schleife nicht gefahren ist, als sie gehört hat, wie gut der Kuchen gewesen ist. Und er ist exzeptionell gut. Orgasmisch gut. Unsere Kommentare liefen auch nur ungefähr auf der Ebene:
‚Mann, ist der gut‘
‚Das ist aber auch gut‘
‚Der Kuchen ist einfach nur endgeil‘
Man könnte sagen, wir wären durchaus überzeugt von den positiven geschmacklichen Ergebnissen, die hier die Kombination aus einem giganto-Scone mit Clotted Cream und Erdbeeren erzielen konnte. Der Kuchen ist definitiv am allerbesten, wenn er ganz frisch gegessen wird – noch ein wenig Restwärme im Scone, schön knusprige Zuckerschicht, zimmerwarme Clotted Cream und frisch gezogene Erdbeeren. Er ist auch am nächsten Tag noch gut, hier aber bitte darauf achten, den Kuchen wirklich mindestens eine Stunde vor Verzehr aus dem Kühlschrank zu nehmen. Der Geschmack leidet sehr, wenn der Kuchen kühlschrankkalt gegessen werden sollte. Idealiter sollte der Kuchen also frisch gemacht und frisch gegessen werden… je nach Hungerkapazität reicht er für 4-5 Erwachsene (4, wenn es Menschen wie die Kleine Prinzessin und ich sind). Nach je 2 Stückchen des Kuchens haben wir uns für den Rest des Nachmittags mit dem Tee auf den Rasen die Wiese in die Sonne verzogen und haben gehofft, dass unsere Galle (oder wer immer bei der Fettverdauung zuständig ist), mit der Arbeit zu Rande kommen möge. Wunderbarer Tag. Gern wieder.

Strawberry Dream Tea Cake

für eine 20er Springform

Teig

  • 175 g Butter, tiefgefroren (ich hab meine einfach 2-3 Stunden im Tiefkühler gelagert)
  • 250 g Mehl
  • 1,5 TL Backpulver
  • 50 g hellen Rohrohrzucker, plus zusätzlichen zum Bestreuen
  • 150 ml kalte Vollmilch
  • 1 Ei, verquirlt zum Bestreichen

Topping

  • 350 g Erdbeeren, geputzt und in dicken Scheiben
  • 50 g hellen Rohrohrzucker, plus zusätzlichen zum Bestreuen
  • 1 EL teure Erdbeermarmelade, sagte die Bastelanleitung. Wir haben das letzte Glas hiervon genommen,
  • 140 g clotted cream, wir haben 200 g genommen – je zur Hälfte Devon Clotted Cream und Devon Brandy Clotted Cream
  • 2 EL Vanillezucker

Ofen auf 220° vorheizen. 20er Springform fetten und mehlen.
Mit einer groben Reibe die Butter in Flöckchen reiben und noch einmal für 5 Minuten in den TK geben. Butter, Mehl, Backpulver, Zucker und Milch rasch mit einem Löffel zu einem buttergefleckten Teig verarbeiten. Kurz kneten, ausrollen und in die vorbereitete Form geben. Mit dem verquirlten Ei bestreichen, mit Zucker bestreuen und 20 Minuten backen. Auf einem Gitterrost weitgehend abkühlen lassen.
Währenddessen die Erdbeeren mit der Marmelade und dem Zucker mischen und bei Seite stellen. Ein Platz an der Sonne ist gut, bitte nicht in den Kühlschrank. Wärme intensiviert den Geschmack, Kälte entzieht ihn. Clotted Cream mit dem Vanillezucker mischen. Es lohnt sich wirklich, nach Devon Brandy Clotted Cream zu suchen. Die schmeckt an sich schon so, als würde man Pralinenfüllung löffeln. Wer gar keine Clotted Cream bekommt… man kann auch mit Crème Double leben. Aber es schmeckt wirklich ganz anders mit Clotted Cream.
Das einfachste zum Schluss: Clotted Cream auf den großen Scone streichen, Erdbeeren darauf türmen, bewundern und das große Erdbeerkuchenmassaker beginnen lassen.

Blissed out.

Advertisements