Ich bin derzeit sehr blog-unwillig. Einerseits natürlich weil ich jetzt gerade mal wieder auf langweiliges, breiartiges Futter reduziert bin andererseits… keine Ahnung. So echter Zeitmangel ist es jedenfalls nicht, die halbe Stunde, Stunde kann man sich immer wieder nehmen, um einen halbwegs ansprechenden Beitrag zu verfassen. An Material mangelt es auch nicht – es schimmeln so einige Bilder in den Tiefen des Rechners vor sich hin, bei denen ich schnell einen Beitrag verfassen müsste, weil ich sonst nicht mehr so richtig weiß, was ich da genau getan habe, weil ich mich zu selten an irgendwelche niedergeschriebenen Rezepte halte und das meiste entweder einfach so mache oder ein vorhandenes Rezept soweit abwandele, dass es mir auch wenig hilft, wenn ich das Rezept nachlese. Aber bevor das auch bei diesem Bild passiert, melde ich mich mal wieder zwischendurch. Die Kleine Prinzessin war neulich da und wir haben dies, das und jenes gemacht und hatten irgendwann Hunger. Großen Hunger. Und ich hatte glücklicherweise gerade ein halbes Dutzend Maiskolben auf dem Markt erstanden und die Kleine Prinzessin (bei lauter Langeweile auf der Arbeit) ein schönes Rezept für Creamed Corn entdeckt. Da mussten wir nur den Bacon weglassen und schon war es weitgehend vegetarierfreundlich. Die Frage nach dem Dazu drängte sich auf und wurde mit indischem Pfannenbrot und einem klassischen Tomatensalat gelöst. Ich bin nicht die Brotmeisterin, aber die Kleine Prinzessin hat die Geduld und das Geschick dafür. Sie macht aber auch mal aus reinem Spaß an der Freude Harry’s Bar Rolls. Das könnte mir so schnell nicht passieren, weil ich dafür ein wenig zu ungeduldig bin.
Es war sehr schön zusammenpassendes cross over cooking.

Maisbrei mit Rosmarin

für 2-3

6 Maiskolben, Körner mit dem Messer heruntergelöst
1-2 EL Butterschmalz
1 Schalotte, fein gehackt
2/3 cup Wasser
1/2 cup Sahne (idealerweise crème double)
1 TL Rosmarin, frisch gehackt
Salz, Pfeffer
Paprikawürfelchen als Deko

Schalotte im Schmalz glasig dünsten. Wasser und Maiskörner dazu geben, aufkochen lassen und zugedeckt 10-15 Minuten leise köcheln lassen oder bis der Mais gar ist. Sahne und Rosmarin dazugeben und leicht eindicken lassen. Abschmecken und ein wenig mit dem Zauberstab pürieren. Ich mag es, wenn zumindest noch ein wenig Textur dabei ist.

Auf Tellerchen, dekorieren soweit gewünscht. Fertig.

Parathas

für 3
Aus ‚Vegetarisch Kochen – Rezepte aus aller Welt‘ Parragon Verlag

90 g Vollkornmehl
90 g Weizenmehl (405 oder 505)
1 Prise Salz
1 EL Pflanzenöl (mehr zum Fetten und Braten)
75 ml Wasser, lauwarm

Alle Zutaten zu einem weichen Teig verrühren, glatt kneten und zugedeckt eine halbe Stunde ruhen lassen. Teig durchkneten und in 6 Teile teilen, Bällchen formen. Auf einer bemehlten Arbeitsfläche Fladen von ca. 15 cm Durchmesser ausrollen und ganz leicht mit Öl bestreichen. So auf ein Viertel zusammenfalten, dass ein Dreieck entsteht. Wieder ausrollen, so dass ein Dreieck mit einer ca. 18 cm langen Mittellinie entsteht.
In einer großen Pfanne mit ein wenig Öl auf jeder Seite 1-1 1/2 Minuten braten/backen. Ggf. mit einem Küchentuch abdecken (um sie warm zu halten) bis alle Brote fertig sind.

Der Tomatensalat war klassisch mit Frühlingszwiebel, Basilikum und Essig-Öl-Dressing.

Schönes Sommeressen.

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