Ich bin nicht so der Eier-Esser. Sozusagen ein Sicht-Lakto-Vegetarier. Wenn ich die Eier nicht mehr erkennen kann, z. B. in einem Kuchen, dann esse sich sie. Wenn ich sie noch sehen kann – als Omelette, Spiegelei und dergleichen – vermeide ich sie, wo es geht. Das hat keinerlei Gründe als den, dass ich es einfach nicht mag. Und mir tendenziell von soviel Eiweiß auf einmal ein wenig übel wird (wieviel davon Einbildung ist sei dahin gestellt). Nachdem aber Anikó so viel von der heiligen Dreifaltigkeit der ungarischen Paprika geschwärmt hat (und sich Letscho als sehr lecker erwiesen hat), wollte ich es versuchen nachzumachen und habe dabei die Eier mit Seidentofu ersetzt. Was gegen alle meine Überzeugungen verstößt, keine Ersatzhandlungen zu vollziehen. Und mir wurde wieder bewiesen, dass ich mit dem Grundatz recht habe. In kalt ist die vegane Variante ok, aber in warm maximal als ‚meh‘ einzustufen.
Nachdem ich neulich mich an Ei in sichtbar (mehr oder weniger) herangewagt habe, werde ich vielleicht nächsten Sommer mit neuer Paprika auch noch mal das Original hierzu probieren. Die Eier waren übrigens ein frittiertes Onsen-Wachtelei und ein Löffelchen Bocuse-Omelette mit frischen Sommertrüffeln. Erstaunlicherweise war beides geradezu lecker.

Vegane Sült Paprika

für 1

Öl zum Braten
1 Zwiebel, in feinen Würfeln
300 g ungarische Paprika, in Streifen
200 g Seidentofu, durchs Sieb gestrichen
Salz, Pfeffer, Paprika, Petersilie

Die Zwiebel in dem Öl glasig dünsten. Die Paprika dazugeben und braten, bis sie eine angenehme Konsitenz hat. Tofu dazugeben, würzen und 2 Minuten köcheln lassen.

Fertig, aber nicht unbedingt empfehlenswert.

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