Schau nur was noch alles in den Vorräten ist! Lauter Gemüse. Wunderbar, nur alles sind kleinere Reste, die für sich genommen keine ganze Mahlzeit ergeben. Auf die klassische Primärverwendung in einer Minestrone habe ich gerade keine Lust, also rückt die zweite klassische Verwendung für einsame Gemüsereste in mein Blickfeld: das gemeine Curry. Das gemeine Curry gibt es in vielerlei Ausführungen von höllenscharf bis mild, von thailändisch bis japanisch. Aus einer Zeit, da mein Magen mal wieder kaputt gewesen ist, hatte ich mir ein ‚Kinder Curry‘ gekauft. Ganz kindergerecht (wenn es sich nicht gerade um den Neffen vom dontblog handelt, der Wasabi mit seinen 2 Jahren einfach so löffelt) komplett ohne scharf. Leider habe ich es gekauft und dann nie eingesetzt, als es angebracht gewesen wäre und so bekam es jetzt eine Chance am Beispiel seine geschmacklichen Qualitäten auszuspielen. Ich kann dazu nur sagen, wenn man aus irgendwelchen Gründen ein ganz mildes Curry haben möchte, dann ist man hier an der richtigen Adresse: mild und leicht cremig und mit den Resten der Woche schnell in ein Abendessen verwandelt.

Mildes Curry

für 2

  • 1  Möhren, in Halbringen
  • 1 Blumenkohlrest, in Röschen (1-2 Handvoll)
  • 1 Handvoll Champignons, in Würfeln
  • 100 g Tofu, gewürfelt
  • 2 mittelere Kartoffeln, gewürfelt
  • 1 Zwiebel, fein gewürfelt
  • 1 Knoblauchzehe, fein gewürfelt
  • neutrales Öl oder Ghee
  • 1 El mildes Currypulver
  • 400 ml Gemüsebrühe
  • Salz, Pfeffer
  • 2 EL Schmand
  • 1/2 El Mehl
  • 2-3 EL Joghurt
  • 1 El Zitronensaft
  • 1 Prise Zucker
  • 1 Msp Kreuzkümmel, gemahlen
  • 4 EL Petersilie, frisch gehackt

Zwiebeln und Knoblauch in einem breiten Topf im heißen Öl/Ghee andünsten. Curry rein und anrösten, Gemüse dazugeben. Mit der Brühe ablöschen, mit Salz und Pfeffer würzen. Schmand und Mehl verrühren, in den Eintopf geben, aufkochen und zugedeckt bei mittlerer Hitze 15-20 Minuten garen.
Inzwischen Joghurt, Zitronensaft, etwas Salz, Pfeffer, 1 Prise Zucker, Kreuzkümmel und Petersilie verrühren, abschmecken. Mit Joghurtdip dazu (oder faul sein und in das Curry integrieren: geht auch).

Die Zutatenliste ist eher lang, davon nicht abschrecken lassen. Es geht eher darum, die eventuellen Reste des Kühlschranks sinnvoll zu verarbeiten, als sich genau an irgendwelche Mengenangaben zu halten.

Und schon brav alle Reste verarbeitet.

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