Zwiebeln sind meist nur schmückendes Beiwerk, geben einen Grundgeschmack oder dicken eine Sauce an. Dabei können sie auch anders. Gut, in den meisten Fällen endet ‚anders‘ dann mit Flammkuchen (Rezept folgt noch) oder Zwiebelkuchen (z.B. hier und hier), was an sich nicht falsch ist. Dennoch wollte ich Gemüsezwiebel auch mal wirklich als klassisches Gemüse verarbeiten und da ich kein mir genehmes Rezept dazu gefunden habe, habe ich eine Mischung aus verschiedenen Elementen zu etwas Neuem zusammengefügt und siehe da: Zwiebelgemüse. Sehr lecker, sehr mild und der Fenchel passt mit seinem leichten Anisaroma ganz hervorragend da rein.
Dazu habe ich einen klassischen Kartoffelbrei gemacht, wobei ein Apfel-Kartoffel-Brei sicherlich auch sehr gut passen und das leicht süßliche Element noch weiter unterstützen würde. Nur hatte ich keine ordentlichen, leicht herben Kochäpfel da und habe den Teil des Experiments auf einen noch unbekannten Zeitpunkt in der Zukunft verschoben. Für Karnivoren… wahrscheinlich mit Leber? Blutwurst? Keine Ahnung. Es gibt Sachen, die muss ich zum Glück nicht so genau wissen & das gehört dazu. Was ich weiß: Zwiebel als Gemüse ist wunderbar und als Auflauf fast noch besser. Aber nur fast. Dicke Käsekrusten gehören einfach in die kalte Jahreszeit.

Zwiebelgemüse

für 2

1 Gemüsezwiebel, in feinen Halbringen
Butter
1 Tl Fenchelsaat, leicht angemörsert
3 Zweige Thymian, Blättchen abgezupft
1 Schuss weißer Portwein
100 ml Sahne
Salz, Pfeffer

In der Butter Zwiebeln, Fenchelsaat und Thymian in 10-15 Minuten weich dünsten. Mit Portwein ablöschen und mit Sahne auffüllen, 10 Minuten unter Rühren leise köcheln lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Dazu gern Kartoffelbrei, klassisch mit Butter, Sahne und Muskat.

Eventuelle Reste lassen sich am nächsten Tag hervorragend mit ein wenig Käse überbacken – ich würde einen eher kräftigen Käse empfehlen, fast schon Appenzeller.

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