Fand schon im vergangenen Jahr statt. Ich habe nur irgendwie den geeigneten Zeitpunkt im letzten Jahr verpasst, um die Bilder und alles ins Blog zu stellen. Dann halt jetzt zum Jahrestag. Berlikolaus = Nikolaus in Berlin. Mit eher vielen Menschen, u.a. war der gröfaz aus Zürich eingeflogen und Anikó aus Kassel angereist. Wie man an der liebevollen Deko erkennen kann, hat das Ereignis sicher nicht bei mir stattgefunden – mein Deko-Gen ist zwar vorhanden, aber nicht sehr stark ausgeprägt. Vielmehr war es bei der Queen of Deko (Martha Stewart ist ein Schmutz dagegen). Tisch schon mal am Anfang, restliche Deko nocheinmal zum Bewundern gen Ende. Die Bilder kommen ersteinmal ohne Rezepte daher. Wenn ich sie von den Beteiligten noch einsammeln kann, werde ich sie nachreichen.
Für das Essen haben die Jungs Lindenberg überfallen, nur um dann einen Abstecher über das Weinstein für die passenden Getränke zu machen. Wir waren also bestens versorgt.

Es fing mit einer Gänsestopfleberterrine an. Für den Grasesseranteil sieht man im linken Teil des Bildes die Clubcräcker mit Ziegenfrischkäse und getrockneten Tomaten.

Petersilienwurzelsuppe mit frisch geriebenem Merrettich und frittierter Petersilie. Für fast alle ganz wunderbar, nur für Anikó nicht ganz: ihr hat man den Noilly Prat zu sehr rausgeschmeckt.

Und so wird sie gemacht:

Petersilienwurzelsuppe (1 Liter)

200g Petersilienwurzeln in Scheiben schneiden und in Butter andünsten. Mit Wermut (z.b Noilly Prat) ablöschen. 1EL frisch geriebenen Meerrettich und mit 250m Weißwein und 750ml Geflügelfond auffüllen. Weich kochen, durch Sieb drücken mit 100ml Sahne und 100 ml Creme fraiche verrühren. Salz, Pfeffer und Zucker zum abschmecken. Vor dem Servieren mit Mixer einmal aufschäumen und nicht mehr aufkochen lassen.

Einlage: 2 Petersilienwurzeln in sehr dünne Scheiben schneiden und ein Bund krause Petersilie pflücken. Beides in Erdnussöl frittieren.

Etwas frischen Meerrettich in jede Tasse, Suppe drauf und Einlage dazu (das grüne zu oberst).

 

In Sesam panierte Thunfischsteaks auf einem Selleriebett. Deko aus Crema di Balsamico (macht man mit Crema di Balsamico eigentlich irgendwas sinnvolles?).

Rehrücken (handausgelöst) mit Rahmrosenkohl, frittierten Rotkohlkroketten und Herzoginkartoffeln aus violetten Kartoffeln. Einer der ersten Einsätze des Spritzbeutels mit passenden Edelstahltüllen, den sich die Kleine Prinzessin zugelegt hatte. Der funktioniert einfach gut, selbst wenn man mit eher unhandlichem Kartoffelbrei dekorative Elemente spritzen will. Und natürlich noch die Rotweinbirnen.

Wir nähern uns langsam dem Ende: Birnenstrudel mit Schokoladensauce. Leider war es bei diesem Gasofen ein wenig schwierig, die Temperatur richtig einzustellen, so dass er blasser geblieben ist, als mir eigentlich lieb ist. Anikó war ein wenig überrascht, mit wieviel Butter die Kleine Prinzessin und ich hier hantiert haben, aber was muss, das muss.

Jetzt brauchte ich zumindest wirklich eine Pause. Die Kleine Prinzessin hatte handgedrehte Macarons mitgebracht  – 1-2 davon und ein wenig Espresso, eine kleine Erholungspause und schon kann es an den letzten Teil des Abends gehen.

Buntgemischte Käseplatte. Und dann ist der Magen wirklich, wirklich dicht.

Nicht zu vergessen: der Adventskranz.

Und die ganz wunderbare Lampendeko über dem Esstisch.

Das war ein Versuch, sich der Molekularküche anzunähern. Ging nicht so, wie geplant und schon gar nicht, wenn man sich nicht an die mitgelieferter Bastelanleitung hält. Theoretisch hätten das kleine Gelkügelchen werden sollen. Das Thema Molekularküche ist dann per Dienstleister diesen Sommer im Maremoto angegangen worden, auch wenn das Maremoto darauf besteht, dass sie keine Molekularküche anbieten (sie machen metaphoric cuisine).

Zusammenfassung: ein wunderbarer Abend.

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