Frau KochSchlampe packt ihre sieben Sachen für den Tag und erinnert sich glücklicherweise noch rechtzeitig daran, dass sie direkt nach der Arbeit für die ersten Kekse der aktuellen Saison verabredet ist.
Ich weiß, ich weiß: ich bin spät dran, dass ich erst nach dem ersten Advent meine ersten Kekse gebacken habe, nur war mir vorher einfach noch nicht danach. Dafür hatte ich schon eine 1a Shortlist angefertigt, welche Kekse es denn dieses Mal sein könnten. Nach kurzer Absprache mit meinen Mitbäckern – Kleine Prinzessin und Dr C – habe ich mich für Cherry Tuiles und Haselnuss-Orangen-Shortbread aus Martha Stewarts ‚Cookies‘ entschieden. Das Buch dümpelte im Haushalt des GröFaZ vor sich hin und war noch vollkommen jungfräulich (schließlich ist er Mr ‚I don’t bake‘). Gegen das Versprechen, dass ich besagtes Shortbread bauen würde, durfte das Buch für die Adventszeit zu mir ziehen. Wunderbar. Es sind zwar die ungeliebten Cup-Maße, doch haben sie einen großen Vorteil: da kann auch morgens im Halbschlaf beim Packen der Zutaten nur sehr, sehr wenig schief gehen und so habe ich lauter Schächtelchen und Gläschen mit abgemessenen Zutaten durch die Gegend getragen statt eines zu viel an ‚das brauch ich bestimmt auch noch‘. Ich war sogar vorbildlich und habe eine Blechdose für die zu erwartenden fertigen Kekse mitgenommen. Dafür möchte ich bitte Fleißsternchen bekommen. Dr C ist im Sommer in sein neues Haus gezogen und einer der großen Vorteile des Hauses ist eine große Wohnküche mit sehr viel Arbeitsfläche in  angenehmer Höhe. Also für ihn und mich. Die Kleine Prinzessin braucht da schon fast ein Höckerchen. Und so haben wir dann von 19.00-22.30 vor uns hingekekst und konnten als Ergebnis

– Vanillekipferl
– Elisenlebkuchen
– Spritzgebäck
– Cherry-Tuiles
– Haselnuss-Orangen-Shortbread

vorweisen.

Bild

Cherry Tuiles

ergibt angeblich 48 Kekse. Bei uns 38.

1/2 Cup getrocknete Sauerkirschen (oder eine Mischung aus Sauerkirschen, Cranberries und Blaubeeren)
2/3 Cup Muscovadozucker
110 g Butter
1/2 Cup Honig (Original: heller Maissirup)
1 Prise grobes Salz
2/3 Cup Mehl, gesiebt

Getrocknete Kirschen mit warmem Wasser bedecken und 20 Minuten stehen lassen. Abtropfen lassen und Kirschen hacken.
Zucker, Butter und Honig in einem kleinen Topf unter rühren schmelzen, der Zucker sollte sich komplett auflösen. Vom Herd nehmen und das Mehl unterrühren, gehackte Kirschen unterheben. Mit Frischhaltefolie abdecken und wenigstens eine Stunde kühl stellen (Terrassen oder Balkone eignen sich im Winter hervorragend für sowas).
Ofen auf 190° vorheizen, Backbleche mit Backpapier auslegen. Bällchen von 1,5 cm aus dem Teig formen und mit viel Abstand (so 5 cm) auf den Blechen verteilen. Ich rate dazu, immer nur ein Blech auf einmal zu backen, die Kekse formen sich dann leichter, wenn sie noch warm sind. Kekse ziemlich genau 7 Minuten backen bis sie golden sind und leicht knusprig aussehen. Aus dem Ofen nehmen, 2-3 Minuten abkühlen lassen und dann um geeignete Formen wickeln. Wer Hippenformen oder sowas hat, nimmt das. Wir haben Weinflaschen genommen, für die richtige Form sollte man nur die Hälse der Flaschen nehmen, dafür waren aber nicht genug da, also haben die meisten meiner Kekse nur eine halbrunde Andeutung. Geht auch. Keks formt sich gut, wenn er noch warm ist und wird kalt sehr starr.

Sehr leckere, ziemlich süße Kekse.

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