Eigentlich war es ein Rezept, um Möhrchen für Kinder zu verstecken. Ich habe zwar bisher nie ganz verstanden, warum man Gemüse vor Kindern im Essen verstecken muss – was sicherlich daran liegt, dass meine Erfahrung mit kleinen Kindern eingeschränkt ist und ich meist gute Esser kennengelernt habe – doch diese Suppe werden auch Erwachsene sehr gern essen, weil sie einfach total lecker ist. So richtig lecker, zum Reinlegen gut.
Mir wurde schon leicht vorwurfsvoll erklärt ‚Schatzi, Du isst einfach gern Butter‘. Das ist richtig. Das gilt auch für Käse, insbesondere in geschmolzener From. Noch dazu mag ich tot pürierte Suppen und vor allem Möhrensuppen in verschiedenen Wärmestufen und Geschmacksrichtungen. Möhren sind dankbar zu verarbeiten: billig, saisonal gefühlt immer angemessen (wahlweise junge Frühjahrsmöhrchen oder gut gelagerte große Wintersorten), gut zu vertragen und total gesund mit Betakarotin, das, happy coincidence, Fett braucht, um vom Körper gut aufgenommen und verarbeitet werden zu können.
Mir sind die ganzen Gründe ehrlich gesagt total egal. Ich esse sie einfach wirklich gern. Besonders in Form dieser Suppe.

Cheddar-Möhren-Suppe

3 Erwachsene. Circa.

  • Butter
  • 1 kleine Zwiebel, fein gewürfelt
  • 500 g Möhren, gewürfelt
  • 1 mittlere Kartoffel, geschält und gewürfelt
  • 800 ml Gemüsebrühe (mehr, wer dünnere Suppen lieber mag)
  • 125 g Cheddar, reif und geraffelt
  • 150 ml Milch oder Sahne (ich bevorzuge Sahne)
  • Salz

Zwiebel, Möhre und Kartoffel sanft in der Butter anschwitzen, so etwa 10 Minuten. Brühe angießen, aufkochen und dann bei mittlerer Hitze etwa 20 Minuten simmern lassen (halb aufgelegter Deckel), bis das Gemüse wirklich weich ist. Zerzauberstaben, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist (wer es ganz glatt liebt, sollte einen Standmixer nehmen. Käse reinschmelzen, Milch dazugeben und abschmecken. Achtung: jetzt nicht mehr kochen, nur noch erwärmen (der Käse klumpt sonst komisch).

Mit ein wenig gebuttertem Toast ein Mahl für die Götter.

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