Ich denke immer wieder: Veggie-Burger sind doch eine feine Sache. Und bin dann von den meisten Rezepten ein wenig enttäuscht. Was mich nicht davon abhält, immer mal wieder ein neues Rezept auszutesten – so auch den Möhren-Kichererbsen-Burger. Und der ist gut. Wunderbar. Er verzeiht es sogar gnädig, wenn er am Tag vorher zusammengerührt und geformt, aber erst am nächsten Tag gebraten oder gegrillt wird. Und es geht wirklich beides gut. Wobei… ich habe den Burger in der Pfanne gebraten und auf dem Cuisinart Grill platziert, auf einem regulären Holzkohlegrill hat der bisher noch keine Runde gedreht. Ich hoffe einfach mal, dass auch das gehen würde. Jeeeedenfalls: gute kleine Burger, ich brauche 2 davon für ein Abendessen, wenn ich keine Trimmings drumherum ansammele – Fritten, Salate oder dergleichen. Und dafür war ich in der ersten Runde eindeutig zu faul zumal ich bisher nicht so der große handgeschnitzte Frittenheld bin. Das überlasse ich (noch) den Profis. Es war immerhin eine der wenigen Gelegenheiten, endlich mal ein wenig vom Pflaumenketchup aufzubrauchen. Ich bin heilfroh, dass sich so ein Zeugs jahrelang hält. Das muss es nämlich bei mir auch, da ich zu selten zu irgendetwas Ketchup esse. Selbst nicht zu Fritten. Zu denen gehört für mich in erster Linie Mayo. Die ich immer noch mit Ypsilon schreibe und nicht neumodisch mit J. Das ist der einsetzende Altersstarrsinn.

Möhren-Sesam-Kichererbsen Burger

6 Burger

750 g Möhren, geschält und geraspelt
1 kleine Zwiebel, gehackt
1 kleine Dose Kichererbsen, abgetropft (ca. 410 g)
2 EL Tahin
1 TL Kreuzkümmel, gemahlen
1 Ei
3 EL Olivenöl
100 g Semmelbrösel (ich rate zum Selbermachen oder vom Bäcker des Vertrauens kaufen. Meinetwegen auch Panko. Nur nicht das widerliche Supermarktzeugs)
1 Zitrone, Zeste abgerieben
3 EL Sesamsaat

Burgerbrötchen, Salat, Tomate, Avocado, Gurke, Mayo, Ketchup, Käse, Senf, Zwiebelringe oder was euch sonst so im Burger gefällt.

1/3 der Möhren gemeinsam mit Kichererbsen, Zwiebel, Tahin, Kreuzkümmel und Ei zu Mus verarbeiten. Mit dem Zauberstab oder der Küchenmaschine, ganz wie es euch beliebt.
2/3 der Möhren mit ein wenig Olivenöl in einer Pfanne für etwa 10 Minuten andünsten bis sie weich und golden sind. Zusammen mit Semmelbröseln, Zitronenzeste und Sesamsaat in das Mus geben. Mit den Händen mischen. Abschmecken. Teig mit nassen Händen zu 6 Burgern formen und kalt stellen. Die behalten ihre Form besser, wenn man sie wenigstens eine Stunde vor dem Braten kalt stellt. Geht auch ohne, dann hätte ich aber auf dem Holzkohlegrill ein wenig Manschetten, dass mir die Dinger auseinanderfallen.
Burger mit ein wenig Öl bestreichen und grillieren – auf jeder Seite ca. 5 Minuten bis sie golden und leicht knusprig sind. Ich gebe bei der 2. Hälfte gern eine Scheibe alten Goudas auf den Burger, damit der Käse leicht anschmilzt. Käse ist fast immer eine gute Idee.
Burger nach Wahl zusammenbauen. Bei mir war das eine Mischung aus Aioli und Pflaumenketchup auf den Innenseiten der getoasteten Burgerbrötchenhälften, dann Salat, dann Burger (mit Käse), darauf ein wenig Senf, darauf Tomatenscheiben, darauf Zwiebelringe und dann Abschluss mit der Brötchenoberhälfte.
Geht natürlich auch mit einer Joghurt- oder Chilisauce. Denkt euch selber aus, was ihr gern darin haben wollt.

Sommergrillzeit kann kommen.

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