Endlich: es sommert vor sich hin. Es passte sehr schön zusammen, dass ein richtiger Sommer (um die 30° und Sonne) Einzug hielt und ich frei hatte. So gern ich Sommer und Wärme mag, es gibt auch bei mir einen Punkt, da kann ich nicht mehr besonders gut arbeiten und mein Gehirn geht in den Wärme-Notaus-Modus. Besser, wenn ich dann erst gar nicht arbeiten muss. Ich habe mir in windeseile einen Tagesablauf angewöhnt, der so aussah: in Ruhe frühstücken, Kleinkram erledigen, ggf. einkaufen, Mittagessen machen und essen, Schwimmsachen einsammeln und dann um 14.30 in der Badi sein und im Halbschatten die heißeste Zeit verträumen. Regelmäßig ins Wasser eintauchen und den Tag genießen. Buch lesen. Dösen. Mit den Füßen im Wasser sitzen und an Neffe IIs Babydecke stricken. Schwimmbadeis. Schwimmbadpommes. Und auf einmal ist es acht und ich werde darauf aufmerksam gemacht, dass sie jetzt doch gern schließen würden.
In dieser Reihe habe ich auch dieses Rezept für eine Gurken-Minz-Gazpacho von BBC GoodFood ausprobiert. Passt zum Wetter. Ist kühlend. Ein leichtes Mittagessen. Oder sicher auch Abendessen, wenn man keine Schwimmbadpommes hat. Bonuspunkte gibt es dafür, dass die Suppe komplett ohne Kochen und damit heißen Herd auskommt. Andererseits ist sie damit nichts anderes als ein flüssiger Salat. Macht nichts. Am besten frisch gekühlt direkt aus dem Kühlschrank essen.

Minz-Gurken-Gazpacho

für 2 als leichtes Mittagessen

  • 1 Gurke, geschält, entkernt und grob gehackt
  • 1 gelbe Paprika, entkernt und grob gehackt
  • 2 Knoblauchzehen, gepresst
  • 1 kleine Avocado, geschält, entkernt und grob gehackt
  • 1 kleines Bund Frühlungszwiebeln, in dicken Ringen
  • 1 kleines Bund Minze, grobe Stile entfernt und gehackt
  • 150 ml Naturjoghurt
  • 2 EL Weißweinessig (oder Zitrone. Oder Limette)
  • Salz, Pfeffer
  • ein paar Tropfen Chilisauce der Wahl (farblich passend ist natürlich grünes Tabasco)
  • gehackter Schnittlauch für die Deko

In einer Küchenmaschine oder einem Mixer alle Zutaten, bis auf den Schnittlauch, zu einer glatten Suppe atomisieren. Abschmecken, eventuell noch ein wenig Wasser dazugeben, wenn die Mischung arg dicklich ist. Wenigstens eine halbe Stunde im Kühlschrank kalt werden lassen. Hält sich aber sonst auch ein paar Tage, wenn auf Vorrat Essen gemacht werden soll.

Auf Tellerchen geben, mit Schnittlauch bestreuen. Glücklich den Sommer genießen.
Ich mag meine kalten Suppen ganz gern in ein wenig scharf – wer das nicht mag, sollte entweder sehr vorsichtig mit dem Chili sein oder es lieber ganz weg lassen. Was ich hier nicht ausprobiert habe, mir aber auch sehr gut vorstellen kann, ist frisch geröstete Weißbrotcroutons über die Suppe zu streuen.

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