Neulich stand mal wieder das Wochenendbacken an und ich wollte einerseits einen Möhrenkuchen machen und andererseits auf keinen Fall ein Rezept aus dem Internet. Warum kann ich auch nicht sagen. Und dabei am liebsten noch was, das ich bis dahin noch nicht gemacht hatte. Und so wälzte ich das eine oder andere Backbuch hin und her und war erstaunt wie viele Rezepte sich da dann doch angesammelt hatten. Geendet bin ich dann doch wieder, wie so gern, bei Carol Walter. Und wie mindestens genau so gern habe ich das Rezept natürlich nicht 1:1 übernommen sondern musste das Rezept ein wenig abwandeln. A wholly successfull experiment.  Und da ich derzeit immer auf der Suche nach Kuchenvarianten bin, die auch nach ein paar Tagen noch gut schmecken ist das Rezept auch in dieser Hinsicht ein schöner Zuwachs im häuslichen Kuchensortiment.
Wobei ich dazu noch erwähnen muss, dass es endlich gelungen ist, halbwegs vernünftigen Kuchen in Zürich zu finden. Halleluja. Das hat echt lang genug gedauert. Mein Laden der Wahl ist Gnädinger am Schaffhauser Platz. Sie haben nicht den weltbesten Kuchen, aber es ist endlich etwas, das zu kaufen sich auch lohnt. Und, Zusatzbonus, es ist nicht zu weit vom Büro entfernt, so dass ich gut in der Mittagspause einmal vorbeihüpfen kann wenn ich mal keinen Kuchen gebacken habe und trotzdem eine nette Kuchenpause am Nachmittag haben will.

Möhrenkuchen I Kochen für Schlampen

Möhren-Haselnuss-Kuchen

25er runde Springform (alternativ eine quadratische Form mit 22cm Kantenlänge)

250 g Möhren, geschält und geraspelt (das sind etwa 8 Möhrchen)
1 1/2 cups Haselnüsse, geröstet und gerieben
1 TL Backpulver
2 TL gemahlener Zimt
3/4 TL gemahlener Kardamom
1 Prise Salz
3 Eier, L
1 cup Zucker (am besten dark brown soft, aber any geht)
1 TL Orangenschale, frisch gerieben
3/4 cup Rapsöl
1/4 cup Honig, eher flüssig (ich habe Diestelhonig genommen)
1/2 cup Haselnüsse, geröstet und grob gehackt

115 g Frischkäse, kalt
4 EL weiche Butter
1 cup Puderzucker
1/4 bis 1/2 TL Orangenzeste, frisch gerieben
Tonkabohne, frisch gerieben nach Geschmack

Ofen auf 175° vorheizen und die Form Buttern und Mehlen oder mit Backpapier auskleiden.
Gemahlene Haselnüsse, Salz, Backpulver, Zimt und Kardamom mischen. Bei Seite stellen.
Eier mit Zucker weiss-schaumig schlagen. Das dauert ein paar Minuten. Honig und Öl rasch emulgieren und zur Eier-Zucker-Mischung geben, gut miteinander vermischen. Möhren unterrühren. Trockene Zutaten in 2-3 Runden dazu geben und jeweils so lange rühren, bis sich die Zutaten gerade gemischt haben. Nun nur noch die gehackten Haselnüsse unterrühren und in die vorbereitete Form geben. Der Teig verträgt es nicht, in diesem Stadium stehen gelassen zu werden, da sich dann Honig und Öl am Boden sammeln.
Für ca. 45 Minuten backen. Der Kuchen ist fertig, wenn die Stäbchenprobe gelingt. Während der Kuchen bäckt, das Frosting vorbereiten. Dazu alle Zutaten Klümpchenfrei miteinander vermischen.
Kuchen erst vollständig auskühlen lassen, bevor das Frosting darauf verteilt wird.

Schmeckt sofort und auch noch ein paar Tage später, wenn der Kuchen gut abgedeckt wird.

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