Vor einer Weile habe ich mir mal ein veganes Kochbuch gekauft, ‚Big Vegan‚ und zwar ganz durchgelesen und manches Interessante gesehen, aber so richtig und wiederholt nachgekocht habe ich eigentlich nur diese Linsenpaste. Das Zeug ist wunderbar – einfach so aufs Brot, als Teil von elaborierten Sandwiches (besonders wenn sie Balsamico- oder Silberzwiebeln enthalten) oder als Dip für Crudités. Immer gut. Wenn die Paste im Kühlschrank steht, ist sie immer sehr schnell leer, auch weil der groefaz die dann gern für seine Mittagessen nimmt. Leider gibt es den wunderbaren Sandwichladen beim Büro nicht mehr, die hatten nämlich eine ganz ähnliche Paste bei sich im Angebot für ihre Sandwiches. Und dreimal dürft ihr raten, wie ich auf die Idee mit den Silberzwiebeln gekommen bin… Allerdings nicht mit Paneer, mir gefällt da Feta eigentlich besser drin. Nicht das die anderen Rezepte im Big Vegan schlecht wären, im Gegenteil, aber irgendwie haben sie nicht so nachhaltig ihren Weg in meine Küche gefunden.
Nach einer kurzen Diskussion in Facebook will ich hier noch anfügen, dass das Rösten des Knoblauchs nicht unbedingt optional ist. Es sorgt dafür, dass der Knoblauch milder, aromatischer, süsslicher (fast schon karamellig) und vor allem butterweich wird. Er lässt sich auch ohne die Aluhaube rösten, wenn einfach genügend Öl genommen wird oder alternativ in einer Pergamenthülle. Bei mir sind alle Zutaten für die Paste eigentlich immer im Vorrat vorhanden. Bei wem allerdings nicht eine permanente Tahin-Dependence im Vorratsschrank wohnt, der kann auch andere Nussbutter nehmen, z.B. Erdnuss, Haselnuss, Cashew oder Mandel. Natürlich schmeckt es dann jedesmal anders, ne. Das ist ja klar. Nach allem, was ich so mitbekommen habe, sollten aber alle Varianten gut gelingen. Zumindest war ich neulich sehr positiv überrascht von Erdnussmus an Stelle von Kokos in einem Thai-Curry, durchaus gelungenes Experiment und wunderbar cremig. Allerdings bei anderen Nussbuttern immer ein wenig drauf achten, wie sich die Viskosität der Paste entwickelt, ggf. braucht es 1-2 EL vom Linsenkochwasser, um die gewünschte Streichfähigkeit zu erreichen.

Linsenpaste | Kochen für Schlampen

Linsenpaste

ergibt ca. 400 ml

100 g rote Linsen
400 ml Wasser
6 Knoblauchzehen
3 EL Olivenöl
1/2 Zitrone, Saft gepresst
3-4 EL Tahin
1 TL Salz
1 Prise Cayenne

Linsen im Wasser weich kochen, das dauert ca. 20 Minuten. In einem Sieb abtropfen lassen und nach 1-2 Minuten in ein Gefäss zum Abkühlen/Pürieren geben.
Ofen auf 180° vorheizen. Knoblauchzehen schälen, aber ganz lassen. In einer kleinen Ramequinform Knoblauchzehen und Olivenöl mischen, mit Alu abdecken und für 20-30 Minuten in den Ofen geben.
Alle Zutaten zu den Linsen geben und mit einem Stabmixer glatt pürieren.

Im Kühlschrank aufbewahren und auf Brot, in Sandwiches oder mit Crudités essen.

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