Der Frühling hat mit aller Macht gestartet und uns die letzten Tag ordentlich Sonne gegeben (ok, und teilweise morgendlichen Hochnebel, aber man kann ja nicht alles haben). Um die Sonne widerzuspiegeln auf meinem Tellereben habe ich diese wirklich zitronengelbe Tarte au Citron gebastelt. Schliesslich hatte ich die Tage Meyer Zitronen beim Jelmoli gefunden und habe sie trotz des absurden Preises gekauft. Von daher sollten sie von mir auch eine Paraderolle bekommen und nicht in einem Gericht einfach ein wenig untergehen. Gesucht, gefunden. Rezept bei David Lebovitz und da is im Endeffekt nur gestocktes Lemon Curd (Manna) auf einem schön krümeligen Tartenboden ist, wurde es prompt während des Hochnebels umgesetzt, damit dann alles bereit ist für ein wenig Rumlümmeln auf der noch winterlich-unordentlichen Terrasse ab dem Mittag ist. Mit Tee und Kuchen. Perfekt. Eigentlich hätte nur noch ein Schuldroman gefehlt, da es davon aber gerade keine hatte, musste ich mit ‚Why Nations Fail‘ Vorlieb nehmen. Sehr weit bin ich noch nicht dabei gekommen, ich bin gespannt, wo da die Reise hingeht und ob die Titelfrage wirklich beantwortet werden wird.

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Pacman in Kuchenform! Sah irgendwie total so aus.

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Die Tarte ist ziemlich tart. Ein wenig Sahne zum Abmildern kam da gerade recht. Wer es nicht so tart mag, der möge die Zuckermenge auf fluffige 150g im Lemon Curd erhöhen, dann wird es ein wenig süsser im Allgemeinen.

Tarte au Meyer Citron

23er Tartenform (ideal mit losem Boden)

Boden

  • 85g Butter
  • 1 EL Öl (ich habe Arganöl genommen)
  • 3 EL Wasser
  • 1 EL Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 160g Mehl

Ofen auf 210° vorheizen. Tarteform buttern und mehlen.
In einer feuerfesten Schüssel (Metall, Glas oder so) Butter, Öl, Wasser, Zucker und Salz mischen. Schüssel in den vorgeheizten Ofen für eine Viertelstunde stellen – am Rande sollte sich jetzt eine zarte Bräunung angefangen haben zu bilden. Schüssel aus dem Ofen nehmen und nicht vergessen, dass das Ding jetzt so richtig heiss ist. Mehl hineinkippen und schnell zu einem glatten Teig rühren. Dabei sollte sich ein Ball formen, der sich klar von der Schüsselwand abtrennt. Teig in die Form geben und sobald er kalt genug zum handhaben ist mit dem Handballen gleichmässig verteilen und dabei einen Rand hochziehen. Für die Reparatur eventueller Risse nach dem Backen ein haselnussgrosses Teilstück zurückbehalten. Teig mehrfach mit einer Gabel einstechen und 1/4h backen oder bis der Teig gold-braun ist. Je nachdem, was schneller eintritt.
Aus dem Ofen nehmen und eventuelle Risse mit dem bei Seite gelegten Teig füllen. Auskühlen lassen und dann erst füllen.
Ofen auf 180° runterschalten.

Füllung

  • 2 Meyer Zitronen, abgeriebene Schale
  • 250ml frisch gepressten Meyer-Zitronensaft (2-3 Zitronen)
  • 125g Zucker (mehr oder weniger, je nach Säure der Früchte und eigener Vorliebe)
  • 170g Butter, in Würfeln
  • 4 Eier
  • 4 Eigelb

In einer Metallschüssel Zesten, Zitronensaft, Zucker und Butter mischen. Über einem Topf mit leise simmernden Wasser so stellen, dass der Schüsselboden das Wasser nicht berührt. Unter gelegentlichem Rühren die Butter schmelzen lassen. Eier und Eigelb verkleppern und zu der Zitronenbutter geben. Unter ständigem Rühren erwärmen, bis die Mischung anfängt anzudicken.Sie ist fertig, wenn sie eine Viskosität erreicht hat, bei der Curd, das zurück in die Schüssel fällt ersteinmal einen kleinen Berg bildet. Alternativ, für den, der weiss, was das heisst: zur Rose abziehen. Ein wenig abkühlen lassen.

Curd in den Tartenboden füllen und 5-6 Minuten im Ofen stocken lassen. Ganz in der Form auskühlen lassen, dann herausholen und anschneiden.

Zitronig-sonniger Kuchen für den Frühlingsanfang.

 

 

 

 

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