Ich bin damit gross geworden, dass die Dinger Sigara Böregi heissen. Angeblich sollen sie in der Türkei umbenannt worden sein in Fingerbörek, aber das hat in Berlin nie jemanden interessiert. Da bestellt man sigar börek und gut is. Nun bin ich ja schon eine Weile nicht mehr in Berlin und eine der Sachen, die hier in der neuen Heimat eindeutig fehlen ist ein Vorrat an ordentlichem türkischen Leben. Seien es Märkte, Supermärkte, Bäckereien, Imbisse oder Restaurants. Gibt es hier nur in sehr, sehr kleinen Dosen. Und wenn ich nicht mühevoll nach den einzelnen Plätzen suche, dann muss ich halt selber Hand anlegen und mir sigar börek basteln. Nach einigem Hin & Her und meiner weiterhin andauernden vorsichtigen Annäherung an das Thema Frittieren, habe ich mich zu einer Bastelstunde entschieden. Ich muss noch ein wenig weiter an der Technik feilen, aber für einen ersten Versuch waren sie schon mal sehr schön gelungen. Als Rezeptgrundlage habe ich mich einmal quer durch das Internet gelesen und natürlich auf die Packungsrückseite meiner Yufka-Blätter geschaut. Für die ich extra den Weg zum einzigen mir bekannten türkischen Supermarkt auf mich genommen habe.Natürlich könnte ich auch die selber herstellen, aber da bin ich ein  Fauli und lobe mir das Halbfertigprodukt.

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Sigara Böregi

12 Stück

12 dreieckige Yufkablätter (oder 2 grosse und in entsprechende Stücke schneiden)
200 g Feta
4-5 getrocknete Tomaten, in feinen Streifen
1 kleines Bund Petersilie, feingehackt

Öl zum Frittieren

Aus Feta, Tomaten und Petersilie die Füllung zusammenrühren. Yufkabklätter mit der kurzen Seite des Dreiecks zu einem hinlegen. Etwa 1 1/2 EL Füllung pro Blatt nehmen. Rand mit Wasser bepinseln. Enden leicht einschlagen und dann bis zur Spitze hin aufrollen. Darauf achten, das weder der Teig reisst noch zu viele Luftbläschen eingeschlossen werden beim Rollen.
Fett auf mittlere Hitze bringen (ich nehme da gern Erdnussöl) und Börek der Reihe nach von allen Seiten gold-braun frittieren. Auf Küchenkrepp abtropfen lassen.

Am besten noch heiss zu einem kleinen grünen Salat essen und schon hat man ein sehr schönes Sommerabendessen.

Nostalgie.

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