Archive für Beiträge mit Schlagwort: Hefeteig

Jedenfalls, unter Brötchens. Für normale Menschen ist das immer noch langwierig und mit Planung und nachdenken. Oder ich bin einfach zu schnellebig. Das kann natürlich auch immer sein. Jedenfalls war es ein Sonntag im Januar (ich bin recht stark mit den Postings hinterher). Ich war aufgestanden, gefrühstückt und hatte am Abend vorher noch Mandelmus gemacht (Rezept folgt. Irgendwann sicher). Nur… ich wollte doch auch gern ein wenig von dem Mandelmus essen. Brot: alle. Toast: alle. Bäcker: eh, jetzt 10 Minuten Berg hoch und runterlaufen? Bin ich zu faul zu. Ich bin selektiv faul. Denn um selber Brötchen zu backen, das widerum war gar kein Problem. Also frisch ans Internet, irgendwo hatte ich doch was von Sauerrahmwecken gelesen. Sauerrahm habe ich zwar eigentlich nie im Hause, aber Crème fraîche ist fast doch fast das gleiche. So oder so ähnlich ging meine Logik. Und ja, da steht zwar was von langsamer Gare im Kühlschrank über Nacht, aber sooo wichtig ist das doch sicher auch nicht. Bei Hefeteig für Kuchen geht auch beides! Brot/Brötchenbacken und ich sehen da nicht so ganz Aug in Auge. Ich fürchte, ich bin da einfach nicht geduldig und präzise genug für. Doch, wie soll ich sagen? Es wurden gar schöne und güldene Sonntagsbrötchen. Geschmacklich und von der Konsistenz mehr als auf halbem Wege zwischen einem Milchbrötchen und einer ordentlichen Schrippe. Trotz Abkürzungen und Abwandlungen. Ich war nur unsicher, weil keine Backzeit genannt wurde und habe mich dann willkürlich für 20 Minuten entschieden zum Nachschauen. Nach 25 Minuten habe ich sie dann für fertig erklärt. Mit 1-2 Minuten weniger wären sie sicher auch gut geworden. Ach ja. Die falsche Mehlsorte hatte ich auch noch.

Sauerrahmwecken I Kochen für Schlampen

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Geschichten aus der Küche werden gewünscht – eine Premiere solle es sein, so hatte es Nata von Pastasciutta gewünscht für das aktuelle Wettekochen.

Blog-Event LXXIX - Das erste Ma(h)l (Einsendeschluss 15. Juli 2012)

Premieren gibt es immer wieder welche wenn in einer Küche mehr als das erprobte Alltagsprogramm läuft (wovon ich bei eigentlich allen Foodbloggern ausgehen würde). Neulich bin ich bei Pinterest zu einem estnischen Blog gekommen, in dem beschrieben wurde (dankenswerterweise auch auf Englisch), wie man einen klassischen estnischen Kringel herstellt. Er erinnerte mich an das Bastardkind eines Franzbrötchens mit einem Hefezopf. Schließlich ist es ein mit Zimtzucker gefüllter Hefeteig, der zu einem Kranz geflochten wird. Hübsch sieht es aus.
Ein Sonntag kam, der GröFaZ war beim Gotthardfrühstück mit den anderen Spielzeugautofahrern, während mich der ins Schlafzimmer stürzende Hagel aus dem Bett gejagt hat. Damit war mein Plan A (Sonntag in der Badi) dahin. Immerhin stand Plan B nichts im Wege: in Ruhe frühstücken, dann den Kringel backen und während der Teig geht einen kleinen Spaziergang über die Felder zu machen und auf dem Heimweg beim Bauern Rohmilch zu zapfen. Wozu hat der eine Milchzapfanlage, bei der man gegen Münzeinwurf 24/7 Milch mitnehmen kann, wenn nicht um mich am Sonntag mit frischer Milch zu versorgen?
Das war übrigens eine weitere Premiere: ich habe vorher noch nie auf dem Bauernhof Milch geholt, obwohl ich das schon länger mal tun wollte. Die Milch ist großartig, total lecker. Und irgendwie ist es sehr schön, wenn man vorher noch den Kühen auf der Weide zuschauen konnte, deren Milch man nun im Glas hat. Wie bei aller Rohmilch gilt: für empfindliche Menschen die Milch vor dem Trinken/Verarbeiten einmal auf 70° erhitzen (Stichwort Listerien). Insbesondere wenn man der Rohmilchquelle nicht so recht traut.
Das Ergebis des Vormittags:

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Sehr seltener Gast in meiner Küche, der gemeine Hefepfannekuchen. Aber dann hat sich Anikó schon im Vorfeld gewünscht, dass wir diese mit Zimtkaramell gefüllten koreanischen Hefepfannekuchen von Miss Boulette zum Frühstück nachmachen. An sich sind die tüteneinfach. Ich habe natürlich einen Blick in die Wikipedia dazu geworfen und dabei gelernt, dass 호떡 ein klassisches Winteressen sind. Passt doch. Auch wenn es nicht so recht vor sich hin wintern will und eher nasskalt ist: das ist ein wunderbarer Start in den Tag. Klein, süß, fettig und voller glücklichmachender Kohlehydrate.
Ein klein wenig hatte ich erwartet, eine Variante hiervon in meinem koreanisch-vegetarischen Kochbuch zu finden, aber da sind diese nicht drin, nur andere kleine Küchlein und süß und herzhaft.
Ich gehöre zu den Menschen, die morgens aufwachen und Hunger haben. So sehr, dass es meist der Grund dafür ist, dass ich auch am Wochenende nicht wirklich lange schlafe, weil die kleinste Welle in Richtung wach werden von meinem Körper dazu genutzt wird mir mitzuteilen, dass da ein Hüngerchen darauf wartet bedient zu werden. Schon das ist ein Grund für mich, nicht erst morgens damit anzufangen einen Hefeteig von Null herzustellen. Sowas bereite ich dann abends vor, lasse den Hefeteig im Kühlschrank über Nacht kalt gehen und muss dann am nächsten Tag nur noch kurz den Teig auf Zimmertemperatur kommen lassen, füllen und in die Pfanne geben. Viel entspannter. Für die Menschen in meiner Umgebung genau wie für mich. Der zweite Tag war deutlich fotogener als der erste. Auch weil ich die Küchlein nicht ganz so platt gedrückt und ein wenig fluffig gelassen habe:

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Es war ein bad baking day aus dem Buche. Normalerweise ist backen eher entlang der Linien of piece of cake. Aber Ostermontag ist eher fürchterlich in dieser Hinsicht. Ich habe Schritte vergessen, die Mandeln komplett verbrannt, bis die ganze Wohnung einen leichten Schleier aus dem Rauch verbrannter Mandeln mit Zucker hatte. Glücklicherweise tendiere ich dazu, deutlich überdimensioniert einzukaufen und konnte aus den Vorräten den Kuchen doch noch halbwegs retten. Nur der Plan, morgens schnell backen, dann entspannt ein wenig im Garten lesen, bis die Hasen ankommen, der ist schief gelaufen. Zumindest sind die Kuchen noch rechtzeitig fertig geworden, manchmal muss man für kleine Gnaden dankbar sein. Das Rezept für den Bienenstich mit Espressocreme habe ich aus der Osterausgabe 2009 der Essen und Trinken. Eine der wichtigen Lektionen aus dieser Aktion: wirklich das Rezept lesen und nicht nur überfliegen in dem sicheren Wissen, dass man eh schon alles weiß. Und: Bienenstich am besten in Stücke schneiden, wenn der Kuchen gut gekühlt aus dem Kühlschrank kommt und dazu ein Messer mit Wellenschliff nehmen. Wenn man nämlich den Kuchen in der Sonne stehen lässt und dann ein Couteau de Chef nimmt, erreicht man nur eines: aus allen Enden quellende Creme.

Es ist übrigens einer dieser Kuchen, bei denen man gefühlte 20 Schüsseln hinterher zum Abwaschen hat. Aber vielleicht bin ich auch einfach nicht gut darin, Schüsseln zu recyclen.

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Nachdem ich nun seit einer Weile das Gefühl hatte, fast keine traditionellen Kuchen mehr zu machen – die angelsächsischen und neumodischen Kuchen waren einfach viel spannender – wollte ich mal wieder einen ganz klassischen Kuchen machen. Wenn früher Kuchen gekauft wurde, habe ich mir sehr oft gedeckten Apfelkuchen gewünscht. Diesen Blechkuchen, wo Apfelmus mit Rosinen zwischen zwei Teigplatten lagert, die obere davon mit Zuckerguss bedeckt. Genau den wollte ich nachbauen. Praktischerweise war Little Sister samt Gatten in der Stadt, Onkel Mattel aus Kiel angereist und noch Freunde von Little Sister dabei – da hat es sich wenigstens gelohnt, ein ganzes Blech zu machen. Auch ATB hat sich gefreut, sie hat gern die Wohnung voller Menschen zum Essen… ich brauche noch das Rezept für die Kokos-Pilz-Suppe (für Carnivoren kommt da auch noch kleinteiliges Huhn rein)… ich hoffe, das von Onkel Mattel zu bekommen. Die Suppe gab es nämlich zum Abendessen und den Kuchen hinterher als Nachtisch, mit ordentlich Sahne dazu.

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