Archive für Beiträge mit Schlagwort: Käsekuchen

Ich mein, wo auch sonst? Eine weitere kleine Runde aus der Frankreich-Woche. Völlig unpassend habe ich einen Schweizer Käsekuchen in der Provence hergestellt. Was eigentlich nur kam, weil ich noch vor der (überstürzten) Planung runter zum Mittelmeer zu fahren, mir eine Käsemischung für selbigen gekauft hatte. Es gibt inzwischen am Hause eine kleine Tradition, vor dem eigentlichen Essen einen kleinen Apéro (gern in riche) zu veranstalten und dazu passten Ministücke von Käsekuchen sehr gut. Das Getränk der Wahl war die inzwischen fast ebenso traditionelle Texas Bowle. So können alle in Ruhe eintrudeln, es gibt schon mal ein Getränk und einen kleinen Happen für den gröbsten Hunger.
Da mehr als einer der Mitreisenden gefragt hatte, wie denn der Käsekuchen ging, kommt hier die Bastelanleitung für alle. Zumindest in groben Zügen.

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So zumindest hat Onkel Mattel den Geschmack dieses herzhaften Käsekuchens beschrieben. Neulich war wieder ein Geburtstag – dieses Mal der liebe Schwager – und es sollte einen Vormittagskaffee mit Kuchen geben. So gern ich auch Kuchen esse, als zweites Frühstück muss es für nicht unbedingt sein und so habe ich kurz geschaut, was ich denn so alles in den Vorräten hatte, weil meine Begeisterungsfähigkeit am Sonnabend noch einzukaufen eher gering war. Da ich vage Ideen von Gurkensandwiches beim Einkaufen im Hinterkopf hatte, tummelte sich das eine oder andere in meinem Kühlschrank, was dann stattdessen seinen Weg in diesen herzhaften, ungebackenen Käsekuchen gefunden hat. Ein wenig hatte ich bedenken, ob der Beste Neffe dann überhaupt davon probieren darf – immerhin ist hier rohes Ei drin – aber solange die Eltern damit kein Problem haben, darf er. Und er hat probiert: ist noch nicht so ganz seines. Wird schon gegessen, kommt aber nicht auf seine Lieblingsliste. Bei mir kommt das Ding auf jeden Fall auf die Liste der Dinge, die wieder gemacht werden dürfen. Tüteneinfach, lecker und ein gutes Brunchmitbringsel (oder für ein Picknick oder als kalte Vorspeise oder was auch immer). Ich scheine gerade meine Delia Smith-Liste abzuarbeiten, da auch das hier nach der Vorlage von Delia Smith gebastelt wurde (mit kleineren Variationen natürlich. Genau nach Rezept arbeiten kann ja jeder).

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Beim aktuellen Berlinbesuch haben sich Anikó und ich zwar auch, aber dieses Mal nicht ausschließlich, fremdversorgen lassen. Unter anderem haben wir einen Ricottakuchen koproduziert: ich habe den Teig gemacht und sie die Füllung. Eigentlich wollten wir den Ricotta in einem Nachtisch verbauen, aber da wir erst sehr, sehr spät zu Abend gegessen hatten (und uns eh gefühlt durch den Tag gegessen hatten), blieb er liegen und bevor er am Ende schlecht wird, haben wir schnell einen Käsekuchen für den sonntäglichen Familienkaffee gemacht.
Den Ricotta haben wir bei Mitte Meer gekauft (weil sie endlich mal ein Laden sind, der nicht nur Galbani im Angebot hat) und wollten eigentlich auch nur genau den einholen. Tja, der Weg zur Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert. Wir sind mit einem vollen Einkaufswagen herausgegangen und ich werde die Tage ein Paket (kein Päckchen) fertig machen, um ihr die Einkäufe nachzuschicken. Ich habe natürlich auch das eine oder andere für mich gekauft, unter anderem eine Bitterorangenvariante von Aranciata (Chinotto), Sanbitter, Bitterino… ich mag Bitters. ATB vergleicht einen Einkauf bei Mitte Meer mit einem IKEA-Besuch: selbst wenn man sich vornimmt, nur genau das zu kaufen, was man wirklich braucht, kommt man mit einem vollen Einkaufskorb mit lauter Sachen an die Kasse, bei denen man unterwegs festgestellt hat, dass man auch die ganz dringend haben will.
Das Rezept ist aus ‚Das Große Buch der Desserts‘ aus dem Könemann-Verlag, das mich schon seit etwa 10 Jahren begleitet. Ich will es bei der aktuellen Ausgabe von ‚Dein Kochbuch, das unbekannte Wesen‚ einreichen. Nicht etwa, weil ich das Kochbuch noch nie benutzt hätte – Anikó war erstaunt, wieviel ich daraus schon gemacht habe, sondern mehr, weil ich es schon länger nicht mehr in der Hand hatte. Irgendwie hatte ich das Gefühl, das Buch schon durchgekocht und -gebacken zu haben. Das ist so nicht richtig. Der Ricottakuchen war für mich komplett neu und ich habe noch nie etwas aus der Abteilung der Puddinge gemacht. Ein sehr empfehlenswertes Basiskochbuch für Kuchen und Nachtische, gerade weil es immer wieder Doppelseiten mit einer Warenkunde gibt.

Und hier ist das gute Stück:

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Wie angekündigt, habe ich am Wochenende einen Käsekuchen gebacken. Um herauszufinden, ob ich einen großen oder kleinen Kuchen backen solle, habe ich mit dem besten Schwager telefoniert. Ergebnis: ich solle doch bitte einen großen Kuchen backen. Damit habe ich ja gar kein Problem. Nur war der Kuchen so groß, dass wir selbst zu viert nicht mehr als einen halben Kuchen im ersten Anlauf geschafft haben. Mithilfe von Mitbewohnerette 2.6 und der Kleinen Prinzessin ist er bist zum jetzigen Zeitpunkt auf ein Viertel reduziert worden. Ich überlege ernsthaft, ob ich den Rest unauffällig in der Büroküche lagere und mich darauf verlasse, dass er schon aufgegessen werden wird. Andererseits… der Kuchen ist einfach wirklich großartig, da möchte ich ungern anderen was von abgeben.
Gut, die Grundentscheidung war gefallen, es sollte einen großen Käsekuchen geben. Aber was für einen? Ich war mir überhaupt nicht sicher, in welche Richtung ich gehen wollte und habe schwer debattiert, ob ich in die amerikanische Richtung gehen will, mit ordentlich Frischkäse und einem Boden aus zerbröselten Keksen. Oder lieber den psychedelischen backfreien Käsekuchen mit Himbeeren? Oder den wahrscheinlich eigentlich ein wenig perversen Schokoladenkäsekuchen? Sizilianischer Ricotta? Um dann zu dem Schluss zu kommen, dass ich wirklich einen klassischen, deutschen Käsekuchen machen will. Also habe ich mein erstes Backbuch herausgeholt und darin geblättert, bis ich auf die Kombination aus Quark, Kirschen und Zimt gestoßen bin, die ich unwiderstehlich fand. Gesagt, getan.
Es gibt ja immer wieder eine Debatte, ob Käsekuchen zurecht den ‚Käse’anteil im Namen trägt, wenn er mit Quark hergestellt wird. Dazu kann ich als Berlinerin nur sagen: aber klar doch. Schließlich handelt es sich bei Quark um Weißkäse, der formal zu den Frischkäsen zählt.

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