Archive für Beiträge mit Schlagwort: Resteverwertung

Manchmal hat man so unschöne Reste im Kühlschrank rumlungern. Bei mir war das neulich ein Kopfsalat, von dem eine Handvoll Blätter in Burger gewandert ist und danach hat sich niemand mehr für den interessiert. Zugleich gab es noch ein paar gekochte Kartoffeln, die zu wenige waren, um eine richtige zweite Mahlzeit zu ergeben. Damit muss ich ja was machen lassen. Dunkel habe ich mich erinnert, dass es so etwas merkwürdiges wie Kopfsalatsuppe gibt. Nach Rezepten gesucht und bei Annemarie Wildeisen fündig geworden.Die Rezepte sind mir eh sympathisch, weil einerseits immer auch auf ‚den kleinen Haushalt‘ Rücksicht genommen wird und sich der Rezeptkalender stark an der Schweiz orintiert – was gibt es an Zutaten zu welchen Zeitpunkten. Passt mir. Und die Rezepte passen mir auch häufig, so wie hier. Sie sind nicht zu kompliziert, aber gleichzeitig ein wenig anspruchsvoller als Kartoffeln mit Stippe. Ich glaube nicht, dass ich je Kartoffeln mit Stippe gegessen habe, doch irgendwie ist es mir (anhand der Fernsehserie? ATB hat eine Vorliebe für die Werke der Gräfin Bredow) als Paradebeispiel einfachen Essens hängengeblieben.
Das hier ist sehr, sehr einfach in der Zubereitung, fühlt sich aber ein wenig schicker an. Und schmeckt vor allem gut.

Kochen für Schlampen | Kopfsalatsuppe Den Rest des Beitrags lesen »

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Manchmal, manchmal da kommen an sich geschätzte Rezepte wieder ein wenig in Vergessenheit. Um so schöner, wenn sie dann doch sich wieder in Erinnerung bringen, warum man sie damals gern und häufig gekocht hat. So geschehen mit der Toskanischen Tomatensuppe. Vor ein paar Jahren habe ich die regelmäßig im Sommer gekocht und auch auf Parties mitgebracht und dann… auf einmal war sie grundlos weg.
Die Tage war ich bei Freunden im Ferienhaus – auf dem Lande in Frankreich und wir haben irgendwie immer zu viel Baguette gekauft. Nun finde ich es schade, das Brot wegzuwerfen, auch wenn es schon im Laufe des Tages ein wenig oll wird. Zum Glück gibt es genügend Rezepte, in denen nach altem Brot gerufen wird (Salate, Suppen, Knödel, Arme Ritter, Bread Pudding und dergleichen mehr). Und eben auch diese Tomatensuppe. Ganz wichtig ist es hier, dass die Tomaten richtig reif und sonnengetränkt sind und dass das Olivenöl gut, sanft und nicht etwa merkwürdig harsch im Hals ist.
Im Hintergrund auf dem Bild sieht man die bisher besten Ofenkartoffeln. Perfekt geschnitten, außen kross, innen fluffig weich, ein wenig süßlich in Harmonie mit der Aioli (nicht im Bild). Das Geheimnis scheint es zu sein, die richtige Kartoffelsorte zu finden und dann einen geduldigen Menschen, der sie richtig schneidet. Hatten wir da zum Glück.
Aber zurück zur Suppe, die es vor der Grillage mit Ofenkartoffeln gab:

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Am zweiten Weihnachtsfeiertag haben wir das Essen mit ein wenig Käse und einem Birnensalat abgeschlossen. Davon waren sowohl noch Käse als auch Salat übrig. Was lag also näher, als einen Schweinetoast als Resteverwertung zu machen?
Den Birnensalat mit Käsestücken kann ich übrigens nur empfehlen – das war eine der schöneren Ideen für einen Essensabschluss. Freundin M meinte zwar, dass der Birnensalat aussehe, als hätte sich ein Schwäbischer Kartoffelsalat verirrt, doch der Anblick täuscht. Da war keine Kartoffel auch nur in der Nähe. Und kein Apfel.

Schweinetoast mit Birnensalat

Rest Birnensalat
Brötchen nach Wahl
Rest Gorgonzola
ein wenig Butter

Den Grill vorheizen. Die Brötchen halbieren, buttern und mit Gorgonzola belegen. Unter den heißen Grill legen, bis der Käse zerlaufen ist und Blasen schlägt (das dauert bei mir keine 10 Minuten). Mit dem Rest Birnensalat belegen und glücklich essen.

Birnensalat

für 6-8

  • 1 TL Dijon-Senf
  • 2½ TL Weißweinessig (Rosé Balsamico geht auch sehr gut)
  • 3 TL Olivenöl
  • ein paar tropfen Sesamöl
  • 1 TL Senfsaat (gelb oder braun ist egal)
  • Salz
  • 1 TL Estragon , fein gehackt
  • 1 Frühlingszwiebel , in feinen Ringen
  • 4 kleine, feste Birnen, geschält, entkernt und in feinen Scheiben
  • 8 dünne Ecken kräftigen Cheddar (oder anderen aromatischen Käse der Wahl)
  • 8 dünne Ecken Stilton (oder Roquefort oder Gorgonzola picante)

In einer großen Schüssel Senf und Essig mischen. Öle, Senfsaat, Estragon, Frühlingszwiebel und Salz dazugeben und gut mixen. Die Birnen dazugeben, einmal gut rühren und dann bis zum Essen kühl stellen (wenn man den länger als 4 Stunden stehen lässt, muss man seinen Birnensalat schon sehr suppig mögen).

Mit dem Käse auf Tellerchen arrangieren und das Essen ausklingen lassen.

Es war ein klassischer Abend, wo noch von allem ein bischen im Kühlschrank wohnte, aber nichts mehr in einer Menge, die eine alleinige Verarbeitung irgendwie gerechtfertigt hätte. Nachdem ich gefrustet den Kühlschrank mehrfach geöffnet und geschlossen hatte (in der Hoffnung aber bei diesem Öffnen jetzt andere Zutaten zu entdecken), habe ich mich an einen Klassiker meiner Großmutter erinnert: Bunte Gemüsesuppe, einmal quer durch den Garten. Da mein Garten kein Gemüse hergibt und um diese Jahreszeit schon gar nicht, habe ich Variante B gewählt und meine gesammelten Gemüsereste in einen Suppentopf geworfen und gehofft, dass daraus mittels Zugabe von Brühe eine Gemüsesuppe entsteht. Und siehe da: es hat geklappt.
Sicher nicht unbedingt das, was man unter Gourmetküche versteht, aber ein wohltuendes Essen für daheim. Logischerweise sind die Zutaten nur Vorschläge und spiegeln meine Vorräte wider – andere Menschen, andere Vorräte, andere Suppe. Aber das Prinzip bleibt gleich.

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Hier gab es die Gemüsespieße in Reinkultur. Nur war noch ungrilliertes, bereits mariniertes Gemüse übrig. Ein wenig gerätselt, was ich damit machen soll und dann die klassische Entscheidung: ach, das kann man doch aufbraten. Man kann sehr vieles aufbraten. Sogar Brot kann man in der Pfanne aufbraten, wenn gerade kein Toaster zur Hand sein sollte. Selbiges ist regelmäßig in der Büroküche der Fall, die aus mir unbekannten Gründen nicht mit einem Toaster ausgestattet wurde. So auch an dem Tag, da die Spießchen in neuem Gewande auferstehen sollten. Das Weißbrot war nicht mehr ganz taufrisch und wollte lieber getoastet werden, als nackt und bloß neben dem Gemüse zu liegen. Geht ja alles. Man muss sich nur zu helfen wissen.
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