Archive für Beiträge mit Schlagwort: Rührteig

Sommer, Sonne, Faulsein. Auf einmal wird noch schnell ein Kuchen benötigt, weil die liebe Nichte Geburtstag hat und in Schlagdistanz eine kleine Familienfeier dazu stattfindet. Kuchen mitbringen ist immer gut, nur will ich nicht so gern lange rumbasteln oder mit extra langen Backzeiten die Küche auf 1a Bikram-Yoga Temperaturen bringen. Ich weiss nämlich, warum ich Bikram nach der 10er Probekarte nicht weiterverfolgt habe. Gruselig. Oder um Snatch zu paraphrasieren: ‚No, thank you Turkish. I’m hot enough.‘
Jedenfalls hatte ich mir schon vor einer ganzen Weile mal das Rezept von Candy and Herbs auf die Nachbackliste gesetzt und hatte nun alle Gründe, den anzugehen. Was soll ich sagen? Keine Schönheit, aber sehr lecker. Und einfach und schnell gebacken. Den werde ich spätestens in der nächsten Pfirsichsaison wieder machen.

Pfirsichkuchen - Kochen für Schlampen

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Ein Kuchen, den ich schon seit Jahren immer wieder gern backe. Der Bretonische Zwetschgenkuchen. Es war eines der ersten Rezepte, die ich in mein schwarzes Kochbuch reingeschrieben habe  – ausgerissen aus einer Zeitung? Weitergegeben von einer Freundin? Ich weiß es nicht mehr genau. Inzwischen habe ich es zwar aufgegeben, alle ausgerissenen Rezepte säuberlich abzupinseln und in meinem schwarzen Buch zu sammeln – dafür gibt es eine Mappe – aber eigene Rezepte, die nicht sofort ihren Weg in das Blog gefunden haben, gehütete Rezepte von Freunden und Verwandten, sie alle finden noch immer ihren Platz im handgeschriebenen Buch. Leider scheint es mir unmöglich zu sein, mit meinen Kochbüchern so pfleglich umzugehen, dass sie keine Flecken bekommen, so dass es hin & wieder in einen kleinen Sport ausarten kann, wenn ich versuche, mich an einem der älteren Rezepte zu orientieren. Es gibt nicht nur Rezepte in der Sammlung, sondern auch bloße Stichworte, was man den miteinander verbinden könnte. (Avocado mag Vinaigrette. Paprika zu Blauschimmelkäse etc.)
Abgesehen davon sind die Angaben manchmal ein wenig kryptisch. Für mich zum Glück weniger, aber es kann auch da manchmal ein wenig schwierig werden, wenn mir Jahre später nicht mehr sofort klar ist, was ich damals so einleuchtend war, dass ich nur ein Stichwort hingeworfen habe. Was man hier aber schon sehr schön merkt, ist, dass ich mir beim Blog Mühe gebe so zu schreiben, dass auch andere dem Ganzen folgen können. Selbst wenn sie noch nicht seit 20 Jahren in der Küche stehen und alles aus dem Handgelenk schütteln. Hoffe ich zumindest.

Click to enlarge:

bretonischer-zwetschgenkuchen-rezept

Und weil es so schön in die Reihe der Kleinen Kuchen bei der Hedonistin passt, würde ich das Rezept gern einreichen, auch wenn ich es vor ein paar Jahren schon im Blog veröffentlicht habe.

Monatlicher Blog-Event bei Low Budget Cooking: Kleine Kuchen

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Apfelkuchen in gedeckt mit Hefe gab es. Apfelkuchen mit Streuseln auch. Da fehlt in der Reihe zumindest noch ein Rührkuchen, oder? Außerdem hatte ich vor einiger Zeit in einem Anfall von Wahn 1,5 l Walnussöl gekauft (wieso? was hatte ich vor?) und da war noch das eine oder andere übrig, das lieber verbraucht werden sollte, eh es am Ende noch ranzig wird. Zum Glück gab es bei Nigella Lawsons Haushaltsgöttin das für mich passende Rezept: Apfel-Walnuss-Kuchen. Wunderbar einfach, wunderbar im Geschmack. Und es lohnt sich wirklich, den Kuchen nicht sofort frisch aus dem Ofen zu essen, egal wie gut er riecht: er schmeckt nocheinmal um Klassen besser, wenn man ihn mindestens 24h vor dem Anschneiden ruhen lässt (eingewickelt in Alufolie oder unter einer Tortenglocke verwahrt) – er wird noch  saftiger.

Davon ein Stück für den Nachmittagskaffee im Büro als Zwischensnack oder Sonntagskaffee mit der Familie… das kommt schon fast einer Mahlzeit gleich. Wie immer bei Apfelkuchen ist ein wenig Sahne sicherlich hier nicht fehl am Platz.

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Neulich verblüffte mich ein Kollege mit der Aussage, dass Kinder eigentlich keinen Kuchen äßen. Ist nicht ganz falsch, meistens kommen andere Süßigkeiten wesentlich besser an. Da mein Kind aber gerne Kuchen bäckt und sie zu Ostern eine schicke kleine Backform von Omma bekommen hat, haben wir ihrer Freundin Ida zum zweijährigen Geburtstag einen Kuchen gebacken. Grundlage war der von mir sehr geliebte 4-Viertel-Teig, bei dem alle Zutaten zu gleichen Teilen verarbeitet werden, ausgehend vom Gewicht der Eier. Hier waren es zwei Eier, die beste Größe für die Form scheint L zu sein (wir hatten XL, und das war etwas zuviel Teig.) Wichtig ist – man kann es nicht oft genug sagen – dass die Zutaten zimmerwarm sind. Falls Butter und Eier zu kalt sind, stelle ich die Rührschüssel in warmes Wasser. Der Teig emulgiert bei zu kalten Zutaten einfach nicht richtig. Ich mache diesen Teig immer von Hand mit dem Schneebesen, aber so puristisch muss man nicht sein.

Zutaten (für einen Erwachsenenkuchen alles verdoppeln):

  • 2 Eier
  • eischwer Mehl, Zucker, Butter
  • 1/4 TL Weinsteinbackpulver (geht aber auch ohne Backpulver)
  • Prise Salz
  • kl. TL Bittermandelaroma oder wahlweise Zitronensaft und abgeriebene Zitronenschale

Zuerst die Butter mit dem Zucker und dem Salz schaumig rühren, bis die Masse fast weiß ist. Dann die Eier nacheinander (!) unterschlagen, Aroma dazu. Das Mehl mit dem Löffel oder Schneebesen darunterheben (nicht mehr heftig rühren). Der Teig hat jetzt eine wunderbare cremige Konsistenz, ganz anders als der Rührteig meiner Jugend, der mit (kalter) Margarine hergestellt wurde, dann die kalten Eier platsch dazu und alles ordentlich mit dem Mixer durchquirlen… was wusste ich schon von Rührteig?

Den Teig in die geölte und bemehlte Form geben und ca. 35 – 40 min bei 180° C backen, ein hölzerner Schaschlikspieß sollte bei der Probe ohne klebrige Teigreste bleiben.

Guss:

  • 100g Puderzucker, gesiebt
  • 1-2 EL Zitronensaft

Beides verrühren und über den Kuchen pinseln oder gießen. Alle verfügbaren Smarties, Zuckerperlen oder Gummibärchen zusammenkramen und aufpassen, dass mehr davon auf dem Kuchen als im Kind landet. Mit der richtigen Menge Kerzen verzieren. Stolzes Kind über den grünen Klee loben.

Noch ein Wort zum Bittermandelaroma: Ich habe mir ein Fläschchen Bittermandelaroma in einem Bioladen in England besorgt, weil ich hier nicht fündig geworden bin. Es schmeckt unglaublich gut. Die Aromen von Backin habe ich aus meiner Jugend in schlechter Erinnerung (künstliches Rumaroma! bäh!), die kaufe ich nicht. Falls man das doch verwenden möchte, ist ein halber TL sicher zuviel. Das Biozeug muss man nicht allzu vorsichtig dosieren, es schmeckt nach dem Backen eher mild durch.