Archive für Beiträge mit Schlagwort: Spinat

Schon vor einer Weile habe ich dieses schöne Rezept für einen Auflauf aus Linsen, Tomaten, Spinat und Feta gesehen und nun mehr als einmal so oder so ähnlich nachgebaut. Eine der sehr angenehmen Sachen ist, wenn ich auf tiefgekühlten Spinat ausweiche, habe ich eigentlich immer alle Zutaten dafür im Hause und obwohl man gefühlte 10 Töpfe einsaut, ist alles erstaunlich schnell vorbereitet. Wichtig: keine Angst vor Multitasking. Das lässt sich alles prima parallel erledigen.

linsenauflauf

 

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Ich wollte im Dezember endlich auch mal richtigen Winter mit Schnee haben. Das hat sich als recht schwierig herausgestellt, weil es irgendwie überall viel zu warm war. Beim Durchklicken verschiedener Webcams und dem Abgleich mit Wanderungen, die ich eh ganz gern machen wollte, bin ich auf Alt St Johann gekommen, wo auf der Website angekündigt wurde, dass der Wintersagenweg schon weitgehend präpariert sei. Nicht zu kurz, nicht zu lang, noch halbwegs gut zu erreichen und schon war ich unterwegs zu einem der wenigen gut erreichbaren Orte mit Schnee. Natürlich war er oll ind verharscht, aber das tut der Optik zum Glück keinen Abbruch.

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In der Ferne ist natürlich alles grün, aber zumindest direkt bei mir isses weiss, wie es sich für Winter in den Bergen gehört.

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Das ganze Rumgerenne hat auch den Sinn & Zweck den Appetit für schöne Eintöpfe zu erhöhen, hatte ich doch noch recht neu mein Exemplar von ‚Türkei Vegetarisch‘ und wollte das eine oder andere austesten. Auch wenn es im Buch unter ‚Frühling‘ geführt wird, so finde ich es eher ein Wintergericht: Kichererbsen mit Spinat. Wunderbar wärmend und genau das richtige nach einem Tag im Schnee.

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oder das vergessene Rezept. Ich habe diese Cannelloni in verschiedenen Iterationen bereits mehrfach gekocht. Ich habe sie Onkel Mattel ans Herz gelegt und er hat sie mehrfach gekocht. Ich dachte, dass ich sie Paprika meets Kardamom ans Herz gelegt hätte, aber zumindest im Blog gibt es dazu keinen Hinweis. Kurz: es ist ein schönes Rezept, solange man nicht dabei verlangt, dass das Ergebnis aus fotogen ist. Wie eigentlich alle Aufläufe: nee, lass ma lieber das Licht aus, Schatz. Der schmeckt, ist nicht kompliziert und dabei noch so nett, sich auch einfrieren zu lassen. Dazu muss hübsch dann nicht auch noch unbedingt sein. Dabei fällt mir ein… könnt ich ja mal wieder machen! Die Bilder sind nämlich nicht die frischesten und stammen noch aus Berlin. Und das, wo doch die Berliner Zweigstelle eigentlich sehr weitgehend geschlossen wurde und dafür die Mannstärke in Zürich sich verdoppelt hat.
Sei’s drum. Hier ist dennoch mal ein Bild:

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Ok, und ein zweites mit Anschnitt:

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Hübsch is anders, lecker nicht.

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Neulich hatte ich noch Zeit zwischen regulärem Büro und einem Workshop und wollte diese gern im Café nebenan überbrücken und vielleicht sogar noch ein Croissant zu meinem Kaffee nehmen, damit ich nicht vollkommen ausgehungert im Workshop aufschlage und der Leiterin den Kopf abbeiße ob meiner hungerinduzierten schlechten Laune. Es soll schon Kollateralschäden gegeben haben, wenn mein Glukosespiegel in den Marianengraben gesunken ist. Das war an dem Abend keine Gefahr: ich wurde im Café zum Essen genötigt. ‚Sind da noch Croissants?‘ Ja, ich solle soviele Essen, wie ich nur könne. Leider konnte ich nur eines essen, da ich mir dazu noch einen Eimer Milchkaffee bestellt hatte und dabei das erste Mal tatsächlich verstanden habe, wieso das in Ländern wie Frankreich als eigenständige Mahlzeit gilt.
Ein lausiges Croissant hatte ich gegessen. Das konnte so nicht durchgehen. Und nach einigem Hin & Her bekam ich alle restlichen Croissants (es waren derer vier) als Wegzehrung mit nach Hause. Solche Nötigung zum Essen kannte ich bis dahin nur als das Klischee jüdischer Schwiegermütter und ostpreußischer Großmütter. Und so stand ich am nächsten Tag da und hatte leicht altbackene Croissants in meiner Küche. Süß wollte ich nicht – sonst wären arme Ritter gegangen. Dann habe ich mich an die Briten und ihren Hand zum Bread Pudding erinnert und ja, das gibt es auch in herzhaft. Wunderbar. Und schon ist das Essen für mindestens die nächsten 2-3 Mahlzeiten gesichert. Leider habe ich das Rezept während des Kochens nicht genau mitgeschrieben, so dass ich nur ungefähre Angaben dazu machen kann, wie ich bei dieser Variante angelangt bin. Ich erinnere mich noch an

  • Eiermilch
  • Spinat
  • Paprika
  • Parmesan

Sozusagen ein wildes Crossover aus britisch, französisch, italienisch in einer Berliner Küche zusammengeworfen. Ach ja: das ist jetzt nichts für Kalorienfeiglinge.

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aber immer noch ohne Ton. Ich habe mal wieder mein Spinatrisotto gemacht und habe dieses Mal sogar vor dem Essen, was sage ich, dem Versinken in comfort food ein Bild gemacht.

spinatrisotto

Es gibt Menschen, die behaupten ‚ein weicher Reisberg ist ein weicher Reisberg‘ und nehmen irgendeinen Reis für das Risotto. Was immer halt gerade in der Küche ist, aber ich denke, dass es da wirklich große Unterschiede im Geschmack gibt. Ich würde immer dafür plädieren richtigen Risottoreis zu nehmen – Arborio, Vialone, Carnaroli. Der Reis sollte zwar Außen schön matschig sein, aber bitte im Inneren noch Biss haben. Sonst kann man gleich Milchreis nehmen. Ich mag meine Risotti eher ein wenig flüssig, sie sollten sehr zäh auf dem Teller verlaufen und nicht als Objektkunst stehen bleiben.

Ich erinnere mich mit Schrecken an eine Gelegenheit vor ein paar Jahren, bei der ich im Ciao ein Risotto mit Pfifferlingen (oder waren es Steinpilze? Jedenfalls mit Pilzen) bestellt habe und einen Teller mit halbgarem Langkornreis bekam. Das war nicht ganz das, was ich mir vorgestellt hatte. Wobei ich vom Ciao eigentlich immer slightly underwhelmed war. Ich weiß nicht, ob sich die Renovierung der Räumlichkeiten auch auf die Küche ausgewirkt hat – ich bin schon länger nicht mehr hingegangen. Aber so wie ich es in Erinnerung habe, ist es kein Restaurant, das man dringend besucht haben sollte. Die melanzane di parmigiana war immer gut. Aber sonst? Nee. Lieber selber kochen.