Archive für Beiträge mit Schlagwort: Tarte

Der Frühling hat mit aller Macht gestartet und uns die letzten Tag ordentlich Sonne gegeben (ok, und teilweise morgendlichen Hochnebel, aber man kann ja nicht alles haben). Um die Sonne widerzuspiegeln auf meinem Tellereben habe ich diese wirklich zitronengelbe Tarte au Citron gebastelt. Schliesslich hatte ich die Tage Meyer Zitronen beim Jelmoli gefunden und habe sie trotz des absurden Preises gekauft. Von daher sollten sie von mir auch eine Paraderolle bekommen und nicht in einem Gericht einfach ein wenig untergehen. Gesucht, gefunden. Rezept bei David Lebovitz und da is im Endeffekt nur gestocktes Lemon Curd (Manna) auf einem schön krümeligen Tartenboden ist, wurde es prompt während des Hochnebels umgesetzt, damit dann alles bereit ist für ein wenig Rumlümmeln auf der noch winterlich-unordentlichen Terrasse ab dem Mittag ist. Mit Tee und Kuchen. Perfekt. Eigentlich hätte nur noch ein Schuldroman gefehlt, da es davon aber gerade keine hatte, musste ich mit ‚Why Nations Fail‘ Vorlieb nehmen. Sehr weit bin ich noch nicht dabei gekommen, ich bin gespannt, wo da die Reise hingeht und ob die Titelfrage wirklich beantwortet werden wird.

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Pacman in Kuchenform! Sah irgendwie total so aus.

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Die Tarte ist ziemlich tart. Ein wenig Sahne zum Abmildern kam da gerade recht. Wer es nicht so tart mag, der möge die Zuckermenge auf fluffige 150g im Lemon Curd erhöhen, dann wird es ein wenig süsser im Allgemeinen.

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Neulich stand mal wieder ein größerer Familienkaffee an, nettes Wesen, das ich bin, habe ich Little Sister angerufen und gefragt, ob ich vielleicht einen Kuchen mitbringen soll. So vage im Hinterkopf hatte ich einen Himbeer-Käsekuchen von bbcgoodfood, den ich eh schon mal ausprobieren wollte. Im Laufe des Gespräches kam es dann irgendwie dazu, dass Little Sister den Käsekuchen machen wollte und ich mir etwas Neues aus meiner Sammlung zum Backen aussuchen würde.
Wie es so kommt, hatte ich noch ein vollkommen unbenutztes Backbuch im Regal stehen: Das Große Teubner Backbuch.

Ich vermute, dass ich es mal gekauft habe, als Anikó da war. Irgendwie habe ich immer neue Koch- oder Backbücher, nachdem ich Anikó getroffen habe. Weil ich davor noch nie etwas daraus gemacht habe, ist es ein passender Kandidat für Dein Kochbuch, das unbekannte Wesen.

Da ich beim Posten ein wenig vor mich hingetrödelt habe, hat es sich gut getroffen, dass Hamburg Kocht bei Facebook nach Rezepten mit Orangen gefragt hat. Das war der Schubser, den ich brauchte, um mich endlich auf die Söckchen zu machen und mal wieder hier aktiv zu werden.
Wie gesagt, das ist kein Kuchen für Hektiker. Es ist kein komplizierter Kuchen, die einzelnen Schritte sind alle nicht schwierig, nur muss man immer wieder warten, bis irgendwas halbwegs abgekühlt ist, so dass es weitergehen kann. Ich würde dazu raten, den Kuchen zu machen, wenn man einen ruhigen Tag oder Abend hat und immer mal wieder den einen oder anderen Schritt nebenher gut machen kann. Lohnt sich übrigens sehr, die Zeit zu investieren. Wunderbar leckerer Kuchen mit deutlichem Suchtpotential.

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Ich gehöre zu den Menschen, die sehr großen Teilen der Kohlwelt eher Misstrauisch gegenüberstehen. Bei Manchen ist es der Grund eher loriot’sch (‚Mögen Sie Brahms?‘ ‚Nein‘ ‚Was kennen Sie denn von Brahms?‘ ‚Nichts. Ich mag ihn ja nicht.‘), bei anderen sind es traumatische Erinnerungen an grässlich zubereitetes Essen. So kann ich mich nicht aktiv daran erinnern, je Wirsing gegessen zu haben. Ich will nicht ausschließen, dass ich ihn nicht doch mal gegessen habe, aber… wie gesagt: ein unbeschriebenes Blatt. Gleichzeitig ist es eine Standardanforderung in meiner Küche, möglichst saisonal und regional zu kochen (zugegebenermaßen mit deutlichen Ausnahmen) und so komme ich im Winter um das Thema Kohl nicht so wirklich drum herum. Glücklicherweise habe ich ein weitgehendes Vertrauen in die essen & trinken, dass sie in der Lage sei, auch aus mir merkwürdigen Zutaten Schmackhaftes herzustellen. Und so bin ich über ein Rezept für eine Wirsingtarte gestolpert, die zwar ein wenig zeitaufwändig, dafür aber auch sehr lecker ist. Und sie hat nicht nur Wirsing, sondern auch noch Brokkoli dabei, ein von mir sehr geschätztes Mitglied der Brassica-Familie, um den Einstieg zu erleichtern.
Glücklicherweise kann ich mich hin und wieder den Freuden des sogenannten Home Office hingeben, was dazu führt, dass ich an den Tagen dann meist ein wenig mehr Zeit in der Küche verbringe… weil der Weg wegfällt und natürlich weil ich Sachen mal eben ein wenig noch nebenher machen kann. Die Wirsingtarte war das Ergebnis eines solchen Tages und lohnt sich. Wer allerdings auf die Idee gekommen ist, dass das sechs Portionen seien… kennt meinen Appetit nicht. Ich halte die Tarte, mit begleitendem Salat, eher für ein Essen für maximal drei Personen.
Draufsicht:

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Auf der Suche nach verträglichen Essen habe ich mich nun in Richtung Kürbis bewegt und siehe da: ein sehr dankbares Gemüse. In diesem Fall habe ich eine wunderbare, schnelle Kürbis-Schafskäse-Quiche daraus gebaut. Einziges Manko: Mixed Spice und Schafskäse vertragen sich nicht besonders. Das nächste Mal würde ich zum Kürbis entweder das eine oder das andere nehmen. Für sich genommen vertragen die sich nämlich mit dem Gemüse. Eine Quiche ist durch die Backzeit zwar nicht instant gratification, aber alle Arbeit ist am Anfang in einer Viertelstunde getan und so zählt es für mich trotzdem zu den schnellen und einfachen essen. Vor allem, wenn ich mit Quark-Öl-Teig hantiere, der überhaupt keine Stehzeiten hat. Sehr praktisch. Seit ich festgestellt habe, dass ich den ganz gern in meiner Quiche habe, verwende ich den sehr häufig. Ergebnis im Anschnitt. Man beachte, das ich dieses Mal den Teigrand zumindest halbwegs gerade geschnitten habe:

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Eigentlich, so im Prinzip, wollte ich eine Tarte au Citron herstellen. Selbstvreständlich habe ich mit dem Backen erst am Sonntag angefangen, als ich nichts mehr in der unmittelbaren Umgebung einkaufen konnte. Zu meiner Überraschung hatte ich nur noch eine Bio-Zitrone. Und eine halbe im Kühlschrank. Eine mehr hätte es gebraucht, aber zum Glück gab es noch ein paar Orangen und somit eine Variation zu einem klassischen Thema.

 Zitronen-Orangen-Tarte

 Teig:
  • 200g Mehl
  • 50g Zucker
  • abgeriebene Schale einer halben Orange
  • 100g kalte Butter
  • 1 Eigelb
 Füllung:
  • 1 1/2 Zitronen
  • 1 Orange
  • 6 Eigelb
  • 200g Zucker
  • 125ml Sahne
  • 1 EL Puderzucker

Aus den angegebenen Zutaten rasch einen glatten Mürbeteig herstellen. In Klarsichtfolie wickeln und mindestens 30 Minuten, besser eine Stunde kalt stellen. Eine 26er (0der 28er) Springform fetten und mehlen.

Den Ofen auf 175° vorheizen. Die Sahne steif schlagen. Die Springform mit dem Teig auskleiden und 10 Minuten blind vorbacken. Den Ofen auf 150° zurückschalten.  Zucker und Eigelb schaumig rühren. Abgeriebene Zitrusschale (also 1/2 Orange und 1 1/2 Zitronen) und den gesamten ausgepressten Saft unterrühren. Mit einem Schneebesen die Sahne unterziehen. Auf dem vorgebackenen Teig verteilen und ca. 40 Minuten backen. Die Masse soll fest, aber nicht braun werden.

Vor dem Servieren kurz den Grill anwerfen, einen EL Puderzucker fein auf dem Kuchen verteilen und vorsichtig bräunen. Vorsichtig! Das dauert maximal eine Minute und wer den Kuchen zu lange drinnen lässt, bekommt hinterher Kohle. Schmeckt nicht und die Mühe war umsonst.

Wunderbarer Kuchen, einfach und schön. (wobei ich ihn fast einen Tick zu lange unter dem Grill hatte)

Zitronen-Orangen-Tarte